Architektur: Mehr als eine Geschmacksfrage

„Das Haus hat allen zu gefallen. Im Unterschiede zum Kunstwerk, das niemandem zu gefallen hat. Das Kunstwerk ist eine Privatangelegenheit des Künstlers. Das Haus ist es nicht. Das Kunstwerk wird in die Welt gesetzt, ohne daß ein Bedürfnis dafür vorhanden wäre. Das Haus deckt ein Bedürfnis. Das Kunstwerk ist niemandem verantwortlich. Das Haus einem jeden. Das Kunstwerk will die Menschen aus ihrer Bequemlichkeit reißen. Das Haus hat der Bequemlichkeit zu dienen. Das Kunstwerk ist revolutionär, das Haus konservativ. Das Kunstwerk weist der Menschheit neue Wege und denkt an die Zukunft. Das Haus denkt an die Gegenwart.“ – Adolf Loos 1910 in dem Essay „Architektur“.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts konnte man in allen Bereichen der Künste bemerken, wie es immer schwerer wurde, sich auf einen konsensualen Schönheitsbegriff zu einigen. War es in den vorangegangenen Zeiten selbstverständlich, sich nicht nur an den klassischen Normen von Maß und Ästhetik zu orientieren, sondern auch handwerkliche Traditionen und fachliche (Er-)Kenntnisse der Vorgänger gründlichst zu studieren, führten die politischen Revolutionen auch zu radikalen Änderungen in der Bildenden Kunst und der Architektur. Die Motive der einzelnen Proponenten waren dabei durchaus verschieden: Adolf Loos sorgte 1912 mit seinem Haus für die Firma Goldman & Salatsch am Michaelerplatz in Wien für einen Skandal: Kaiser Franz Joseph kommentierte angeblich „Das Haus ist ganz hübsch, nur die Hofburg muß weg“, aber es war und blieb bis heute ein Solitär mit edlen Materialien und Proportionen.

Architektur war für das „Rote Wien“ stets auch Ideologie
Nach dem Ersten Weltkrieg war vor allem die soziale Frage ein drängendes Problem, und das „Rote Wien“ fing überall an – beginnend bei den
Draschegründen am Matzleinsdorfer Gürtel – mit dem Bau von dringend benötigten Gemeindebauten. Obwohl diese schnell errichtet und vor allem für die Arbeitermassen der Millionenmetropole Wien gedacht waren, blieb dennoch genug Aufmerksamkeit für ästhetische Formen, Kleinteiligkeit und liebevolle „Kunst am Bau“. Denn damals bestand das Ziel der Sozialdemokratie nicht nur in der Bekämpfung der Not und dem Bestreben nach materiellem Aufstieg, sondern auch in der geistigen Bildung, an die in den Elendsquartieren der Vorkriegszeit nicht zu denken gewesen war. Daher hatten diese Anlagen neben den Wohnquartieren auch Bibliotheken, Kindergärten, Waschräume und – natürlich – ein Parteibüro der sozialdemokratischen Bezirksgruppe. Dementsprechend groß war die Dankbarkeit der Klientel, und so waren diese Wohnanlagen auf Jahrzehnte stets ein Zentrum roter Wählerschaft.

Ähnliche Projekte gab es in ganz Europa, vor allem im noch größeren Berlin (damals nach Los Angeles und London die größte Stadt der Welt), aber auch in der Provinz. Hier gab es viele originelle und schöne Lösungen, wie Gartenstädte, die sogenannte Ringsiedlung Siemensstadt Berlins oder das „Neue Frankfurt“ Ernst Mays in Frankfurt am Main. Eine Sonderform ist der Backsteinexpressionismus, der einen Kompromiß zwischen traditionellen und dennoch widerstandsfähigen Werkstoffen, besonders für moderne Großbaulösungen zu erreichen suchte.

Im faschistischen Italien ging man andere Wege: Hier war es der sog. „Futurismo“, der mit radikal anderen Formen und Konstruktionen neue Wege ging, auch in Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien und Bedarfsformen wie bei der Fiat-Tankstelle im eritreischen Asmara oder dem Palazzo della Civiltà Italiana.

Italien: Der faschistische Stil
Letzteres wird auf Wikipedia als „neoklassizistisch“ bezeichnet, auch wenn es trotz seiner Rundbögen einzigartig war und bisher geblieben ist. Diese künstlerische Radikalität sollte die äußere Form des revolutionären Faschismus symbolisieren, denn die Botschaften der Gebäude hatten vor allem ein Ziel: Dem System und dem „Duce“ zu huldigen. Mal offen wie das „Siegesdenkmal“ in Bozen oder subtil wie der bereits erwähnte Palazzo: Die Anzahl der Rundbogenarkaden entspricht senkrecht (sechs) dem Namen Benito und waagerecht (neun) Mussolini.

Utopistischer Bauhausstil
Radikal und technokratisch waren auch die Experimente des deutschen Bauhauses: Hier sollten einerseits neue soziale Ideen möglichst viele erreichen. Es gab Ideen wie die sog. Frankfurter Küche der Wienerin Margarete Schütte-Lihotzky, die im Inneren selbst kleiner Wohneinheiten für Qualität sorgte. Durch die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre und der damit einhergehenden Not waren dann viele Siedlungsprojekte sehr populär, in denen Familien die Möglichkeit geboten wurde, auch Kleintiere zu halten und etwas Grünzeug zu pflanzen. Nachdem die sozialistischen „Arbeiterburgen“ von Konservativen immer schon beargwohnt worden waren – im österreichischen Bürgerkrieg 1934 sogar schwer umkämpft und mit Artillerie und Kampfflugzeugen beschossen –, entsprachen die kleineren Siedlungstypen eher einem bäuerlichen Ideal und wurden darum auch von den Nationalsozialisten weiter fortgeführt. Gleichzeitig begann man, historische Innenstädte von übervölkerten Hinterhöfen zu „entrümpeln“ und die Straßenfassaden zu restaurieren. Bekannteste Beispiele sind hier Frankfurt am Main und die „Deutsche Siedlungsstadt“ Braunschweig mit dem 1938 geschaffenen „Besenmännchen“.

Stadtplaner oder Stadtzerstörer?
Der Zweite Weltkrieg änderte dann alles: Nach den katastrophalen Zerstörungen des Kontinents war die Not an Wohnraum besonders groß. Aber es schlug auch die Stunde der „Stadtplaner“: Während bereits Hitlers Architekten Pläne entwickelten, die zerbombten Städte Deutschlands aus ihrer historischen Enge „zu befreien“ und autogerechte Straßen zu planen, war es nun auch die Stunde der Männer aus der zweiten Reihe. Oft waren es die Mitarbeiter eben jener Gefolgsleute, die ihre Pläne aus den Schubladen zogen und endlich „aufräumen“ konnten wie Rudolf Hillebrecht in Hannover oder Hans Bernhard Reichow in Wolfsburg, Bielefeld und Limesstadt.

Die Stunde der Trabantenstädte
Auch der bereits erwähnte Ernst May aus Frankfurt wurde wiederentdeckt und konnte sein Konzept der „Trabantenstädte“ nun ausleben und industrialisiert zum Massenphänomen ausleben. Aus einem natürlichen Miteinander der Siedlungsformen sollte eine technokratisch erdachte Weltanschauung das Gegenteil suchen: Alles sollte getrennt werden, hier eine Wohnsiedlung, dort ein Industriegebiet, wo anders ein Gewerbegebiet. Glück im Unglück hatte die schwerstzerstörte Stadt Mainz – der bisherige Faschistenfreund Le Corbusier, der sich rechtzeitig auf
die andere Seite gerettet hatte, kam nicht zum Zug, auch nicht sein Mitarbeiter Marcel Lods, der für die französische Besatzungsmacht einen katastrophalen Plan erarbeitet hatte: Die zu 80% kriegszerstörte Rheinmetropole hätte bis auf wenige Bauten wie den Dom abgeräumt, durch gleichförmige Wohnplatten ersetzt werden und eine beispielhafte „grüne Stadt“ bilden sollen. Aber auch wenn dieser Plan nicht durchgesetzt wurde, steht er doch symptomatisch für den damaligen Zeitgeist. Der Schweizer Le Corbusier, der sich in den 1930er Jahren bei Mussolini um den Großauftrag zur Planung von Addis Abeba bemühte, galt lange als Ikone des neuen, sterilen Bauens. Mittlerweile ist dieses Klischee dem Bild des inhumanen Technokraten gewichen, dem nicht wenige sogar Autismus zuschreiben. Leider gestattet es der begrenzte Platz hier nicht, auf die Entwicklung der 50er, 60er und 70er Jahre einzugehen, die durch Abrißwut, die Verwendung immer minderwertigerer Materialien – billiger Zement, Asbest usw. –, serielle Betonplatten und immer weniger kreative Schablonen gekennzeichnet ist.

Die gemordete Stadt…
Sanierungen dieser Bauruinen verschlingen entweder Unsummen auf Jahre hinaus oder sind schlicht nicht rentabel und gehen mit enormen Entsorgungskosten – Sondermüll! – einher. Die Stichworte „Waschbeton“, „Gropiusstadt“ oder „Köln Kalk“ sind Worte, bei denen Kenner nur traurig nicken und die Bewohner bis heute stigmatisieren. Wiener kennen dies mit der „Per- Albin-Hansson-Siedlung“ und „Am Schöpfwerk“. Ein Warnruf setzte 1964 ein mit dem Buch des Publizisten Wolf Jobst Siedler „Die gemordete Stadt“, das sich gegen Großwohnanlagen und Zubetonierung
der modernen Städte richtete.

Die “Moderne” ist längst überholt!
Doch wie soll es nun, im Jahr 2021, weitergehen? Die sogenannten Modernisten treten seit Jahren auf der Stelle. Zwar gibt es alle paar Jahre durch Medien gefeierte Kampagnen wie die Konvertierung von Hafenvierteln oder die Gasometer-City, meistens sind es aber eher die Pleiten und Pannen bei gescheiterten Großprojekten, welche die Krise der heutigen Architektur verdeutlichen. Die heimlichen Sieger sind die stillen Bauvorhaben, die in der Presse und von den sog. Fachgremien ignoriert werden, die sich aber durch Qualität und vor allem Nachfrage seitens der
dort Lebenden auszeichnen.

Die Bedeutung der Ästhetik
Diese soll nun in Folge etwas dargestellt werden, wobei zuerst mit einem immer gerne wiederholten Vorurteil aufgeräumt werden soll: Abgesehen von den angeblich höheren Kosten sei einfach der Zeitgeschmack ein anderer. Doch die Studie „Zur monetären Bedeutung der Ästhetik von Immobilien und der Ästhetik im Städtebau“ der TU Chemnitz aus dem Jahr 2010 spricht eine klare, andere Sprache: Ästhetik und Wohnkomfort können eindeutig und genau nachgewiesen werden: „Es existiert ein Bedürfnis nach Stil, das prinzipiell unabhängig von Einkommen, Alter, Bildungsgrad oder Geschlecht ist. Dieses Bedürfnis ist offenbar einfach menschlich“, so die Studie. Und was beliebt ist, verkauft sich auch gut! Statt Menschen also in minimale Hasenställe zu sperren und einem totalitären Weltbild zu huldigen, soll wieder eine Wertschätzung der Anwohner erfolgen. Denn ja, es ist eine Frage des Respekts vor dem Indiviuum, wenn Menschen Atem holen und das Auge schweifen lassen können!

Befreiender Rekonstruktivismus
„Menschen unterscheiden sich also weniger in ihrem Bedürfnis nach Stil, als in ihren Möglichkeiten oder ihrer Bereitschaft, für Stil zu bezahlen“, um noch einmal die Chemnitzer Studie zu zitieren. Der erst kürzlich verstorbene Philosoph und britische Regierungsberater Sir Roger Scruton formulierte es im Jahr 2000 in seinem Buch „Avantgarde und Kitsch“ so: „Die erste Folge des Modernismus war, Hochkultur so schwierig zu machen: Die Schönheit der Umgebung durch eine Mauer von Gelehrsamkeit zuzubauen.“ So sind es nicht nur die immer häufiger durchgeführten Rekonstruktionen historisch stadtprägender Gebäude, die sich immer weniger von den etablierten „Kunstkritikern“ wie dem berüchtigten Stuttgarter Theoretiker Stephan Trüby ignorieren lassen: Nach dem Krieg noch einigermaßen selbstverständlich wie z.B. in München an der Residenz durchgeführt, waren sie bald verpönt, um dann seit den 1980er Jahren (Frankfurter Römerberg, Hildesheimer Knochenhauer Amtshaus) immer deutlicher der Öffentlichkeit nicht nur zu demonstrieren, was alte Handwerkskunst und städtisches Lebensgefühl ausmachen, sondern was sich nicht zuletzt im Tourismus als lukrative Lösung erwies. Mit jedem Mal lernt man hinzu und vervollkommnet alte Bautechniken – Steinmetze, Zimmerleute oder Parkettleger haben die Auftragsbücher gefüllt. Höhepunkte waren neben der Wiederherstellung der Dresdener Frauenkirche 2005 der noch nicht abgeschlossene Aufbau des dortigen Neumarktes, aber vor allem die Frankfurter Altstadt, die seit 2018 mit zehn rekonstruierten und zwanzig kleinteilig geplanten Gebäuden die Beton-Schande des Technischen Rathauses ersetzt und („vor Corona“) für einen Besucherrekord sorgte.

Viel wichtiger ist die immer größer werdende Zahl an Neubauten, die keine konkreten Vorbilder haben, aber dennoch in einem regionalen und kulturellen Bezug zu ihrer Umgebung stehen. Diese neuen Projekte werden von den Menschen geliebt, und Trübys Warnungen und Querschüsse vor „rechten Umtrieben“ verhallen zum Glück ungehört.

Brilliant: Patzschke & Partner
In Berlin sind es Planer wie das Büro Patzschke & Partner Architekten, welches besonders durch den Neubau des Luxushotels Adlon der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden. Die sogenannte Fachpresse und die Kollegenschaft tobten: Das Gebäude sei retrospektiv, reaktionär, kitischig. Der schlimmste Vorwurf lautete: „Der Bau tut so, als sei er immer schon dagewesen.“ Fünf Jahre lang, so die Architekten, haben sie keinen deutschen Auftrag wegen des Adlons bekommen. Erst allmählich entstanden immer mehr Patzschke-Bauten in der deutschen Hauptstadt, und die törichte Aussage „als seien sie schon immer dagewesen“ stellt sich nun als Lob für ihre Qualität heraus! Gleiches geschieht in Düsseldorf – mit viel Naturstein, Kleinteiligkeit und viel Geschmack entstehen ganze Straßenzüge neu.

Wird Frankfurt wieder schöner?
Nachdem Frankfurt in den 1920er Jahren der Motor für technokratisches und nüchternes Bauen war, könnte es nun auch wieder die Avantgarde bilden, die kalten Innenstädte wieder mit schöner Architektur zu beleben und zur ursprünglichen Idee unserer Städte, die aus dem Miteinander von Leben, Arbeiten und Flanieren bestanden, zurückzukehren. Hier ist es vor allem der Architekt Professor Christoph Mäckler mit dem von ihm gegründeten Institut für Stadtbildkunst, von dem viele wichtige Impulse ausgehen und dessen Ideen auch im Ausland mit großen Interesse beobachtet werden.

Weltweit Beispiele für neues schönes Bauen – außer in Wien
Während die Stadt Wien wie so oft moderne Trends verschläft und nach wie vor dem Schuhkartonprinzip huldigt – oder sich von obskuren Spekulanten vorführen läßt – , gibt es auch anderorts positive Beispiele: Luxemburg, Polen, Lettland, Ungarn, sogar in Rußland und Brasilien sorgt man sich, daß gewachsene Stadtbilder nicht durch kalte und menschenfeindliche Materialien zerstört werden. Die Firma Colum Mulhern Architecture Traditionnelle aus Luxemburg bringt es auf den Punkt: „Das Ziel der neuen klassischen Bewegung ist weder ein Einfrieren der Zeit noch eine Option für den architektonischen Stil. Ziel ist es vielmehr, die gesamte Architektur im Sinne der Architekturphilosophie wieder klassisch zu machen. Man kann ältere Stile wiederverwenden oder neue erstellen, aber von diesem überlegenen Rahmen aus. Dieses neue Mischnutzungsprojekt in Luxemburg ist das Musterbeispiel eines zukünftigen kontinentaleuropäischen Gebäudetyps. Der Maßstab, die Aufteilung der Fassade und der Grad der Dekoration bieten einen einfachen, aber sehr ästhetischen und funktionalen Neuzugang. Durch das Ändern von Farben, Fenstern oder das Hinzufügen von Ornamenten kann es sich mit tausenden von Variationen in den mittelgroßen Städten Europas ausbreiten und trotzdem ein individuelleres Aussehen bieten.“

Auch Trump hat Gutes getan
Kritik kommt meistens nur von etablierten Klüngel-Architekten, ortsbekannten Immobilienspekulanten und ihren Claqueuren, die es sich in den Redaktionsstuben bequem gemacht haben. Die Bevölkerung und Tourismusexperten sehen es naturgemäß anders, wenn die Besucherzahlen um ein vielfaches übertroffen werden. In den Vereinigten Staaten ist man da bereits weiter, und Präsident Trump hat auf höchster Ebene per Verordnung – executive order – angeordnet, bei der Vergabe von Bauaufträgen für öffentliche Gebäude ab einem Volumen von über 50 Millionen US-Dollar, „schöne“ und „würdige“ Architektur nach klassischen Vorbildern zuzulassen. Thomas Jefferson und George Washington hätten sich bei der Planung der wichtigsten Gebäude der Hauptstadt Washington, D.C. davon inspirieren lassen: „Sie nutzten klassische Architektur, um unsere Republik mit ihren Vorgängern in der klassischen Antike zu verbinden und erinnerten Bürger dabei nicht nur an ihre Rechte, sondern auch an ihre Pflichten, die Institutionen zu erhalten“. Das Folgende gilt auch für europäische Regierungsbauten: „Bis auf wenige Ausnahmen hat die Regierung aufgehört, schöne Gebäude zu bauen. (…) Diese Architektur beeindruckt manchmal die Architekturelite, aber nicht das amerikanische Volk, dem diese Gebäude dienen sollen“.

Schließen wir mit den Worten des großen Karl Friedrich Schinkel: „Es gibt auch eine Rückwirkung der schönen Kunst auf die Moral; die Freiheit der Empfindung überhaupt, durch bestimmte Bilder dargestellt im Felde des rein Schönen, schließt alles Egoistische aus; das Bestreben des Künstlers ist, daß alle einen Genuß am Höchsten mitempfinden sollen.“