Gold hat sich zu allen Zeiten als Krisenwährung bewährt und ist letztes Jahr auf ein Rekordhoch geklettert.

Wenn guter Rat teuer wird

Inflationsschutz in „turbulenten Zeiten“

Den Schwerpunkt der ECKART-Maiausgabe war der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Gefahr einer aus dem Ruder laufenden Inflation gewidmet. ECKART-Leser dürften wenig überrascht sein, warnten wir doch bereits in der Ausgabe vom Oktober 2019 unter dem Titel „Eurokrise 2.0“ vor einem wiederaufflackern der Eurokrise.
So bleibt zu hoffen, daß unsere Leser ihr Erspartes schon länger in Sachwerte investierten. Jetzt, nach Beginn der Krise, ist das schon gar nicht mehr so einfach, da viele Märkte nicht wie gewohnt funktionieren. Wer noch nicht hat und noch kann sollte spätestens jetzt überlegen, einen Teil seiner Ersparnisse in Sachwerte zu investieren. Nachstehend einige allgemeine Überlegungen, die allerdings keine Empfehlungen darstellen sollen:

Immobilien

Vor allem für größere Vermögen bieten Immobilien sicher die Basis. Die selbst genutzte Immobilie im Eigentum ist in schwierigen Zeiten immer ein Vorteil gewesen. Vorsicht ist bei Anlageimmobilien geboten, vor allem in schlechten Lagen können in Krisenzeiten die Kosten die Erträge übersteigen.

Gold

Gold in Barren oder üblichen Münzen wie Philharmoniker, Dukaten, Krügerrand oder Maple Leaf bietet einen erstklassigen Schutz gegen Verluste durch Inflation.  Goldbarren und Münzen sind in Österreich darüber hinaus von der Mehrwertsteuer befreit.

Silber

Silber ist in Österreich weniger geeignet, vor allem aus steuerlichen Gründen. So ist die Differenz zwischen Ankauf und Verkaufspreis bei Banken oft so hoch, daß schon deutliche Gewinne nötig sind, um keinen Verlust zu machen. Wer für einen totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch, von dem wir aber ausdrücklich nicht ausgehen, ein paar Silbermünzen als Tauschobjekt haben möchte, könnte über die Investition in ein paar 100 Schilling-Silbermünzen aus den 1970er-Jahren nachdenken. Diese können mit etwas Glück noch um 8 bis 10 Euro in österreichischen Münzhandlungen erworben werden und haben den Vorteil, daß die Nationalbank sie zeitlich unbegrenzt zum Kurs von 7,27 Euro umtauscht, sodaß unabhängig vom Silberpreis das Abwärtsrisiko begrenzt ist.

Aktien

Auch wenn es mitten in der Krise Mut erfordert. Aktien stellen eine Beteiligung an Unternehmen dar. Wer in ein paar Aktien österreichischer Unternehmen – wie nur beispielsweise genannt des Verbundes, der Agrana oder der OMV – investiert, besitzt einen kleinen Anteil an diesem Unternehmen. Kurzfristig unterliegen sie starken Schwankungen, langfristig haben sich Aktien in Währungskrisen oft bewährt.