Die Musiker der Harmonia Classica unmittelbar vor ihrem Konzert in der Paulanerkirche.
Foto: Harmonia Classica

Ungewöhnliches Adventkonzert der Harmonia Classica

Es ist geglückt: Am 19. Dezember fand das erste gestreamte (live) Adventkonzert der Harmonia Classica in der Wiener Paulanerkirche statt! Etwas verzögert und mit ein paar technischen Problemen zwar, aber ab Minute fünf gab es auch ein Bild. Immerhin, man sei ins Ziel gekommen, resümiert Alexander Blechinger dieses ungewöhnliche „erste Mal“. Das Konzert kann jetzt auch auf YouTube in zwei Teilen und auf der Netzseite harmoniaclassica.at abgerufen werden.

Begonnen wurde mit einem melancholischen „O Tannenbaum“ in Moll angesichts dieser dunklen Zeit. Dann hörte man den Chor wie in einem Trauermarsch „Man sah sie nicht, die stillen Tränen“ nach einem Text von Johann Kriegler, den Toten des kürzlichen Wiener Terroranschlags und allen Opfern der Coronamaßnahmen gewidmet. Danach „Nur du allan“ singt, daß jeder seinen Weg gehen muß um durch dieses dunkle Tal zu gelangen. Drei Winterlieder von Eberhard Böttcher nach den Texten von Franz Forster, die er auch vorlas, „Gletscherwald“, „Eisblumen“ und „Schnee-Nixe“ lassen den Zuhörer gefrorene Schönheit erahnen.

„Süßer die Glocken nie klingen“

Vom Orgelchor erklang es verheißungsvoll: „Weg frei, der Herr wird kommen“. Aus Beethovens Gellert-Liedern tönten „Gottes Macht und Vorsehung“ und „Die Himmel rühmen“ herab. Nach einer kurzen, aber eindrucksvollen zweistimmigen Fuge Blechingers nach einem Thema von Legrenzi beschloßen Werner Pelinkas gefühlvolle „Anbetung“ nach einem Text von Ilse Pauls und Hellmuth Pattenhausens innigem „Ave Maria“ die obigen Darbietungen. Im Altarraum sang Elisabeth Pfneisl stimmungsvoll Walter Marinovics „Maria“, vertont von Alexander Blechinger, der aus Haydns Schöpfung „Mit Würd und Hoheit angetan“ von der göttlichen Bestimmung des Menschen singt. Brigitte Pixners Text „Weihnacht“ verknüpfte Blechinger als eigene Melodie mit dem berühmten „Stille Nacht“. Beendet wurde das Konzert mit „Es wird scho glei dumpa“ und „Süßer die Glocken nie klingen“.

„Nächstes Mal sind wir durch viele Erfahrungen reicher, aber der entscheidende erste Schritt ist gemacht worden!“, erklärte Alexander Blechinger abschließend nach diesem gestreamten Adventkonzert, das zugleich das 177. Konzert der Harmona Classica war.

Für alle, die gerne dabei gewesen wären gibt es als Trostpflaster noch die neueste Harmonia Classica CD „Advent- und Weihnachtslieder“: Die schönsten und bekanntesten Melodien mit erhebenden neuen Texten von Johann Kriegler, gesungen vom Harmonia Classica Solistenchor und begleitet von hervorragenden Musikern des Ensembles, sind alle in Harmonia Classica Konzerten aus der Taufe gehoben worden.
Mit allen Texten zum Mitlesen und -singen im CD-Büchlein. Zu beziehen über die Netzpräsenz harmoniaclassica.at !