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Regierungskonforme Medien werden hofiert und gemästet

Berichterstattung wird mit Zuckerbrot und Peitsche gelenkt

Ein Kommentar von Sven Häusler

Sie könnten bald zu den Profiteuren der Corona-Krise gehören: Mainstream-Medien erhalten eventuell in der Bundesrepublik Deutschland bald staatliche Förderungen auf Bundes- und Länderebene. Ungenanntes Vorbild scheint dabei Österreich zu sein. Hier spannte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen gemäß Presseberichten bis zu 32 Millionen Euro umfassenden Rettungsschirm auf, um Mainstream-Medien vor den Folgen des eingebrochenen Inseratengeschäfts zu schützen.

Vor allem die Platzhirsche des Boulevards – also „Kronen-Zeitung“ und „Österreich“ – erhalten hohe Förderbeiträge in Millionenhöhe. Auch Zeitungen, die Parlamentsparteien von SPÖ bis FPÖ nahestehen, werden teils mit kleineren Beträgen und Brotkrumen versorgt. Orientiert wird sich dabei vor allem an den gedruckten Exemplaren und nicht an der tatsächlichen Relevanz, was nicht nur bei Juristen für Irritationen sorgt. Reine Online-Medien, wozu viele Alternativmedien zählen, gehen oft leer aus. Die fragwürdige Förderungspolitik begründete Kurz‘ Medienbeauftragter Gerald Fleischmann jedoch sehr eindeutig: „Ohne die Information und die Bildung der Medien wäre es undenkbar gewesen, daß die Bevölkerung die Maßnahmen so mitträgt.“

Mainstream-Medien werden auf Steuerzahlerkosten subventioniert

In der BRD fordern inzwischen die Grünen und die Linken auf Bundesebene Rettungspakete für private Sender und Online-Medien. Logisch ist das nicht immer: Die Zugriffszahlen von Online-Medien, aber auch das generelle Interesse an der Nachrichtenlage, sind dank der Corona-Hysterie faktisch deutlich gestiegen. Laut dem März-Ranking der branchenrelevanten „Arbeitsgemeinschaft Online Forschung“ (AGOF) erzielten die Online-Portale großer Zeitungen, darunter „Süddeutsche Zeitung“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ teilweise Rekord-Zugriffszahlen. Daß die üppige Corona-Förderung von Mainstream-Medien auch in der BRD kein Luftschloß bleibt, zeigt das Beispiel Nordrhein-Westfalen: In dem schwarz-gelb regierten Bundesland wurden bereits Corona-Hilfen in sechsstelliger Höhe für den Lokalfunk zugesichert.

Zensur im Namen des Gesundheitsschutzes?

Auch auf internationaler Ebene wird, etwa vom OSZE-Beauftragter für die Freiheit der Medien, Harlem Désir, umfassende Förderung für Medien eingefordert. Gleichzeitig nehmen die Bestrebungen, Alternativmedien den Maulkorb anzulegen, stark zu.
So betonte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) in einer Videobotschaft, die EU arbeite bereits eng mit den „großen sozialen Plattformen“ zusammen. Diese würden „gefährliche Inhalte“ nun weniger sichtbar machen oder gleich löschen. Die feuchten Zensurträume des globalistischen Establishments könnten so als „Gesundheitsschutz“ Einzug halten.