Mit Reichsfahnen vor dem Reichstag: Geht gar nicht!

Die Tatsache, daß wir in einer total verrückten Zeit leben, ist für Sie werte Leser, die Sie diese Kolumne regelmäßig lesen, nun wirklich nichts Neues – oder? Und natürlich erst recht nicht, seit in Absurdistan nach der Klima- nun die Corona-Hysterie herrscht. Aber das, was sich da während und vor allem nach der Massenkundgebung gegen die Coronamaßnahmen des Merkel-Politbüros in Berlin abgespielt hat, setzt dem Ganzen nochmal die Krone auf! Da wurden Kritiker der Regierungsmaßnahmen, die u.a. vor den katastrophalen wirtschaftlichen Folgen warnen,  lächerlich gemacht.

Da wurden Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, jung und alt, pauschal als irregeleitet dargestellt, die offenbar zu dumm seien, die segensreiche Politik der Herrschenden zu verstehen. Eine sechsstellige Zahl von Bürgern war aus allen Teilen Deutschlands gekommen – und dennoch blieb alles friedlich: Ganz im Gegenteil zu den berüchtigten 1.Mai-Demonstrationen linker Anarchisten, die dabei regelmäßig Teile Berlins verwüsten. Was allerdings das Polit- und Medienkartell noch nie ernsthaft gestört hat…

Nach der Kundgebung vom 29. 8. aber brach ein Tsunami der Entrüstung los, nachdem Demonstranten es wagten, mit Schwarz-weiß-roten Fahnen die Stufen des Reichstagsgebäudes zu erklimmen: Sapperlot, das geht aber gar nicht! „Verabscheuungswürdig!“, schimpfte Bundestagspräsident Schäuble. Ja, was erlauben sich da ein paar freche Deutsche? Mit den Fahnen jenes Deutschen Kaiserreiches, das dieses Gebäude einst errichtet hat, davor zu stehen!? Dem muß Einhalt geboten werden, forderte Bundespräsident Steinmeier. Logisch: Sonst kämen andere Deutsche noch auf die irrwitzige Idee, daß sie in ihrem Land etwas zu bestellen hätten und könnten sich gar auf das berufen, was auf dem Reichstagsgebäude geschrieben steht: DEM DEUTSCHEN VOLKE! Das ist gottlob in dieser multikulturellen BRD längst undenkbar und wäre für Merkel und Co. sicher nur „total verrückt“!