Foto: Der ECKART

Bekenntnis zur sudetendeutschen Heimat

Corona trotzend fand am 13. September der Sudetendeutsche Heimattag in Klosterneuburg statt: Wie in jedem September folgten wieder zahlreiche Teilnehmer der Einladung der Sudetendeutschen Landsmannschaft zum Heimattag in die niederösterreichische Patenstadt Klosterneuburg. Nach der Gedenkmesse in der prachtvollen Stiftskirche und einem festlichen Umzug mit Fahnen unter Führung der Stadtkapelle Klosterneuburg zum „Sudetendeutschen Platz“, wo die Totenehrung erfolgte, kam man in der Babenbergerhalle zusammen.

Die Begrüßung erfolgte vom Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Gerhard Zeihsel, der zugleich mit einer kraft- und gehaltvollen Rede die Veranstaltung eröffnete: Zeihsel, der dem ECKART in der Juniausgabe ein ausführliches Interview gegeben hatte, rief dazu auf, die traditionellen Werte der Landsmannschaft wie Gemeinschaftssinn, Mut, Kraft und Liebe zur Heimat auch zur Bewältigung der aktuellen schwierigen Zeiten zu nutzen. Kritisch und präzise berichtete er im Anschluß von diversen Diffamierungs- und Relativierungsversuchen von Politik und Medien, denen man nur mit konsequenter Haltung begegnen könne. Von den vielen Ehrengästen sind besonders der Bürgermeister Schmuckenschlager zu erwähnen und die Tatsache, daß alle relevanten Parteien – natürlich mit Ausnahme der Grünen – Vertreter gesandt hatten sowie Botschaftssekretär Štech von der tschechischen Botschaft.

Für die ÖLM waren der 3. Obmann, Dr. Wolfgang Steffanides und Christoph Bathelt, anwesend. Besonders hervorzuheben ist der Festvortrag von DDr. Fritz Bertlwieser zum Thema „Kriegsende vor 75 Jahren und Nachkriegsfolgen im Böhmerwald“, der aufgrund der persönlichen Erfahrungen des Referenten beeindruckte und für große Betroffenheit sorgte.