Einweihung des neuen Kindergartengebäudes in Oppeln-Malino

Kindergärten und Schulen sind ein traditioneller Schwerpunkt der ÖLM und der ihr verbundenen Vereine, die in diesem Sinne auch in Schlesien aktiv sind.

Der private Verein „Pro Liberis Silesiae“ stellt in vielerlei Hinsicht ein „Leuchtturmprojekt“ dar und wirkt in Oppeln/Opole (Schlesien): Erst vor zwölf Jahren gegründet, erntet das nach den Grundsätzen von Maria Montessori aufgebaute, zweisprachige Bildungskonzept unter Leitung von Dr. Margarete Wysdak und Barbara Loch mit zwei Grundschulen und einem Kindergarten jedes Jahr neue Anerkennung und Erfolge. So wurde der Verein 2017 mit dem Sonderpreis des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.

Durch Hartnäckigkeit gegenüber Bürokraten, Idealismus für ihre Ideen und vor allem mit viel Liebe zu den ihnen anvertrauten Kindern konnten sich die Mitglieder von „Pro Liberis Silesiae“ in den vergangenen Jahren den Respekt der polnischen Behörden und der örtlichen Nachbarn erringen – und die Nachfrage nach Plätzen ist deutlich größer als das Angebot! Dennoch ergaben sich in den letzten Jahren Hürden seitens des Warschauer Kulturministeriums: Die Grundschule in Raschau mußte bereits 2017 um ein Drittel erweitert werden (Der ECKART berichtete), neben einigen bundesdeutschen Unterstützern konnten auch die Österreichische Landsmannschaft und der Allgemeine Deutsche Kulturverband helfen. In diesem Jahr war der Kindergarten in Oppeln-Malino an der Reihe: Nachdem Ende 2019 Container als Notquartier beschafft worden waren, konnte das Bauvorhaben starten.

Ein ehemaliger Stall wurde durch ein kreatives Baukonzept in ein modernes, helles Unterrichtsgebäude verwandelt. Zahlreiche Fenster, auch innerhalb des Hauses, sorgen für Transparenz und Abwechslung für die Kinder, und die beste Attraktion: eine Rutschbahn verbindet den ersten Stock mit dem Erdgeschoß! In Anwesenheit zahlreicher Vertreter des Landkreises und diverser Bildungsorganisationen aus fern und nah wurde der Abschluß am 28. August groß gefeiert. Für die Kinder, die seit dem Frühling in coronabedingtem Hausarrest verbleiben mußten, war dieser öffentliche Auftritt daher ein doppelter Grund sich zu freuen; daneben sorgten auch ein blauer Himmel, ein reichhaltiges Buffet und eine große Torte für Festtagsstimmung. Kein Wunder, daß die Kinder sangen „Jeder Tag im Kindergarten ist für mich ein schöner Tag! “