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Ohne Wahrheit kein Recht: Vertreibung bleibt Verbrechen

“Auch die Vertreibung der Deutschen aus Mittel- und Osteuropa von 1944/45 bis 1948 war ein Verbrechen – selbst wenn linke Geschichtsklitterer dies völlig anders sehen und „rechtsextrem“ schreien. Wie Ex-BRD-Bundespräsident Roman Herzog sagte: „Kein Unrecht, und mag es noch so groß gewesen sein, rechtfertigt anderes Unrecht. Verbrechen sind auch dann Verbrechen, wenn ihnen andere Verbrechen vorausgegangen sind.“

Ein Beitrag von Dr. Mario Kandil

Diese Aussage, die der ehemalige SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz am 1. September 2001 auf dem Tag der Heimat in Berlin in seiner Rede zitierte, sei all jenen in das Stammbuch geschrieben, die behaupten, deutsche Täter könnten keine Opfer sein. Denn das Denkmodell der „gerechten“ Strafe ist, so sagte auch Peter Glotz seinerzeit, korrupt.


Als die Rote Armee im Herbst 1944 an der Ostgrenze des Deutschen Reichs stand, begann aus Angst vor deren bereits bekannten, grauenhaften Exzessen die massenhafte Flucht der Deutschen aus Ostpreußen und Schlesien und später auch Pommern. Es begann damals eine menschliche Tragödie, die auch nicht durch noch so viele politisch motivierte Verweise auf zuvor vom Nationalsozialismus begangene Verbrechen zu rechtfertigen ist. Eine Tragödie, die übrigens genau genommen bereits 1918 begann, als bis 1933 ca. 500.000 Ostdeutsche ihre von Polen annektierte Heimat verließen. Auch diese „sanfte“ Vertreibung in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, bei der auch 100.000 Elsässer ihre Heimat verließen, sollte hier zumindest Erwähnung finden. In diesem Zusammenhang muß auch auf die wenig bekannte Tatsache verwiesen werden, daß etwa 150.000 deutsche Altösterreicher während der Ersten Republik aus den ehemaligen Kronländern der k. u. k. Monarchie nach Österreich zurückgewandert waren – die meisten von ihnen wohl eher unfreiwillig.

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