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Kuschej oder die Kannibalisierung des Burgtheaters

Ist die einstmals erste deutsche Theaterbühne endgültig am Ende?

Thomas Drozda, der Verantwortliche für die Berufung des linken Theaterberserkers Martin Kuschej zum Direktor des Wiener Burgtheaters, ist zwar nicht mehr im Amt, aber sein langer Schatten verdüstert die österreichische Kulturlandschaft wohl noch lange Zeit. Noch vor wenigen Jahren interessierte sich der Kärntner Slowene angeblich nicht für das Burgtheater, das er jetzt zu seiner Spielwiese herabwürdigt.

Es ist nur wenige Jahre her, daß Martin Kuschej in den Nachwehen des Skandals um den früheren Burgtheaterleiter Matthias Hartmann vollmundig verlauten ließ, daß ihn das Burgtheater eigentlich gar nicht interessiere.

Es war ihm wohl zu mühsam, den Augiasstall, den Hartmann hinterließ, zu reinigen. Das ließ er doch lieber andere machen.vBekanntlich ändert die Zeit gar viel, und nun ist Herr Kuschej doch Direktor des Burgtheaters geworden. Seine Ernennung durch den damaligen roten Kultusminister Thomas Drozda, der sich mittlerweile wegen anhaltender Erfolglosigkeit aus der Politik zurückziehen mußte, war ein ähnlicher Streich wie seinerzeit die Berufung Claus Peymanns zum Burgchef durch Helmut Zilk.

Peymanns Burg-Bolschewisierung

Peymann war mit dem Ziel angetreten, dezidiert antibürgerliches, „antifaschistisches“ und ausgesprochen antiösterreichisches Theater zu machen. Die gezielte Demontierung des Burgtheaters als deutsch-österreichisches Nationaltheater setzte ein und hat jetzt mit der Einsetzung von Martin Kuschej einen jammervollen Höhepunkt oder besser gesagt einen beklagenswerten Tiefpunkt erreicht. Kuschej hält mit seinen bedenklichen Vorhaben keineswegs hinter dem Berg. Man muß nur aufmerksam zuhören, was er so alles von sich gibt, dieser Mann, der es wagt, Goethes „Faust“ in einer unzulässig gekürzten und daher verfälschten Form auf die Bühne zu bringen. Hatte Michael Schottenberg unseligen Angedenkens auf dem Dach des (ehemals Deutschen) Volkstheaters den roten Sowjetstern anbringen lassen, so lautet die Devise jetzt „Das rote Tuch wird gehißt!“ Dieser Satz allein ist schon entlarvend genug.

Gleich nach seiner Ernennung vor zwei Jahren gab Kuschej bekannt, daß er einschneidende Veränderungen im Ensemble plane. Zwar sei ihm bewußt, „daß das Burgtheater eine große Tradition“ habe, aber – fügte er hinzu – vieles an dieser Tradition wäre auch Schein, der durch nichts gerechtfertigt sei. Er werde „da sicher mal die Hälfte oder zwei Drittel von diesem Suppentopf“ ausschütten und „eine neue Suppe“ aufkochen, sagte Kuschej in einem Rundfunk-Interview im Sommer 2017.

Auch werde er vieles verändern. Angefangen von scheinbar unwesentlichen Äußerlichkeiten: Er werde verbieten, daß das Burgtheater als „die Burg“ bezeichnet wird, und jeder, der das in Zukunft in seiner Gegenwart tue, solle zehn Euro Strafe zahlen.

Erbärmlich: Kuschej kennt Burgtheaterdeutsch nicht

Auch wisse er gar nicht, was Burg- theaterdeutsch eigentlich sei, und mit dem Begriff „Nation“ fange er sowieso wenig an. Er wolle nicht mehr und nicht weniger als ein offenes europäisches Theater, ein mehrsprachiges Haus. Die Denunziation und das Gerücht bezeichnet Kuschej als „Wiener Form der Kommunikation“. Er hingegen bevorzuge „Offenheit, Transparenz, Sachlichkeit und Respekt“. Ob er das auch wirklich tut, darf bezweifelt werden. Auch wolle er keinesfalls, daß Ensemblemitglieder „noch an anderen Theatern spielen…“, „der Begriff „Burgtheater-Ensemble“ solle wieder einen echten, unverwechselbaren Wert“ haben, so „daß alle, die dazugehören, auch tatsächlich stolz darauf sein können.“ Oberflächlich betrachtet klingt das zwar ganz einleuchtend, in der Realität bedeutet das aber auch, daß Kuschej die Ensemblemitglieder in eine Art Geiselhaft nehmen will.

Kuschejs linker „Hausverstand“

Er gehöre keiner Partei an, sei aber „als Personalie schon per se eine Art politisches Ausrufezeichen.“ Diesbezüglich wird ihm wohl niemand widersprechen. Er werde sich „natürlich kein Blatt vor den Mund“ nehmen, denn Theater müsse unbedingt politisch sein, was aber „nichts mit linksliberal zu tun“ habe. Eher wohl mit linksextrem (Anm. d. Verf.). Angeblich interessierten ihn „diese stereotypen Unterscheidungen in ‚rechts‘ und ‚links‘“ gar nicht, es ginge ihm „um ganz normalen Humanismus, um Hausverstand und Menschlichkeit.“

Daß ihm kein kritisches Wort über den islamistischen und linksextremen Terror über die Lippen kommt, wird wohl niemanden verwundern, gehört dies doch zum ideologischen Gesamtbild dieser „Theatermacher“, die aus der blutigen Geschichte des 20. Jahrhunderts nichts gelernt haben und die Menschen um jeden Preis zwangsbeglücken und im Sinne der altlinken Ideologie von Marx und Lenin umerziehen wollen.