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WKR-Ball 2012 – Augenzeugenberichte – Teil 2

Weitere schockierende Berichte von Augenzeugen

Bilder vom Brandanschlag auf das Haus der Burschenschaft Bruna Sudetia

H.H.

Hier ein Kurzbericht, was meinem Sohn passiert ist:

Mein Sohn ist am Weg zum WKR-Ball am 27.2.2012 in der U-Bahn Linie U4 bei der Station Friedensbrücke attackiert worden.

4-5 Antifas haben ihm Wasser ins Gesicht geschüttet (er saß zeitungslesend im Mantel – ohne Couleur! – aber erkennbar an den schwarzen Schuhen und der schwarzen Hose als vielleicht-Ballgeher?), dann schlugen sie ihm mit einer Fahnenstange (mit dem stoffumwickelten Teil) aufs Kinn.

Mein Sohn reagierte spontan, indem er seine Zeitung den Aggressoren entgegen warf  – der Zug fuhr eben in die Station ein – und bei der Waggontüre auf den Bahnsteig entkam. Zum Glück muss das jemand im anderen Waggon gesehen haben, und vielleicht die Polizei gerufen haben. Die auf dem Bahnsteig bereits wartende Polizei und Sanitäter nahmen sich seiner an. Die Polizei nahm die Täter fest.

Danach organisierte ihm die Polizei ein Taxi und er setzte die Fahrt zum 59. WKR-Ball dann fort.

PS: Meinem Bbr. von der ….. ist folgendes passiert:

Seine Frau, seine Tochter und er fuhren mit dem Taxi zur Hofburg als die Scheiben des Taxis eingeschlagen wurden. Die Tochter verließ rasch den Wagen, da sie zur Generalprobe mußte.

Ihren Eltern war aber der Pöbel offenbar zuviel, und sie fuhren (ohne Ballbesuch!) wieder in das Hotel zurück!!!

C.H.

Wir sind relativ früh – gegen 20.15 – mit 2 Taxis von der Gumpendorferstr. 149 über die Freyung Richtung Herrengasse gefahren.

Ab Freyung „stop and go“ Verkehr. Radfahrer sind zwischen den Taxis gekurvt und haben den Taxifahrern A5 – formatige Zettel aufgedrängt.

Die Fahrt von der Freyung bis zum Josefsplatz dauerte etwa 15 Min. Eine weibliche Person (vermummt) hat in die Beifahrerseite hinein gefilmt und alle Gesichter somit aufgenommen.

Beim Eintritt in die Hofburg wurden ebenfalls alle Ballbesucher gefilmt, manche abgedrängt.

Später eintreffende Ballbesucher berichteten beschimpft, attackiert und bespuckt worden zu sein.

Eine Ballbesucherin zeigte mir Spuren von einem Ei in ihrem Haar, welches gegen sie geworfen wurde.

G.H

Wir sind mit dem Taxi über die Währinger Straße und die Freyung angereist. Bis zur Freyung war die Anfahrt problemlos. Ab dann standen wir im Stau, welcher durch umgeschmissene Verkehrszeichen und Radfahrer, die die Fahrbahn immer wieder versperrten, verursacht wurde. Abgesehen davon waren einige Störenfriede unterwegs, die recht „grimmig dreinschauend“ bzw. aggressiv gestikulierend in die Fahrzeuge, die im Stau standen, blickten und diverse Grimassen bzw. Gesten machten.
Unser Taxi wurde dann über den Michaelerplatz auf den Josefsplatz geleitet, wo wir ausgestiegen sind. Dort wartete schon eine Journalistentraube, die fleißig filmte bzw. Interviews haben wollte (wir haben natürlich keines gegeben).

Am Ball haben wir mit zahlreichen Bundes-, Farben- und Verbandsbrüdern, Damen, Gästen usw. gesprochen, die uns auch von ihren Erlebnissen berichtet haben. Darunter war von der „bloßen Anreiseverzögerung“ und dem „unguten Gefühl“, was auch uns widerfahren ist, über Anpöbeln, Anspucken, aus dem Taxi gerissen werden, bis hin zu Bedrohungen und Gewaltanwendung (auch gegen Frauen!) alles dabei.

J.D.
Meine Tochter hat diesen Ball eröffnet und erreichte um 17.30 mit dem Taxi problemlos die Hofburg. Als ich mit meiner Frau um 20.00 mit dem Taxi zur Hofburg wollte war der Ballhausplatz gesperrt. Der Polizist meinte: „Hier wollen sie aber nicht wirklich aussteigen?“. Das Taxi fuhr mit uns weiter über den Schottenplatz Richtung Michaelerplatz. Wir steckten im
Taxistau und Demonstranten auf Fahrrädern zeigten den Stinkefinger, manche warfen Silvesterböller und radelten rasch weiter. Kurz vor dem Einbiegen in die Herrengasse vermehrte sich die Anzahl der Demonstranten. Sie rissen Baustellenzäune um und blockierten damit die Straßen, Ballbesucher, die die letzten Meter zu Fuß gingen wurden unmittelbar neben meinem Taxi tätlich angegriffen (Faustschläge, Fusstritte), ein Polizist in zivil stand 10 Meter entfernt und beobachtete den Überfall. Er tat nichts. Unser Taxifahrer hatte das Auto verriegelt, sodass die Demonstranten nicht an uns herankonnten. Sie traten mit den Füssen gegen unser Taxi, das Beulen davontrug. Wir fuhren zurück zum Hotel, versäumten die Eröffnung und trafen erst um Mitternacht wieder am Ball ein.

 

V.H.

Unser Taxi von der Gumpendorfer Straße zur Hofburg benötigte durch diverse Umwege im 1. Bezirk und einen Stau am Kohlmarkt, über den unser Taxi von der Polizei umgeleitet wurde, erheblich längere Zeit. Die Kosten erhöhten sich dadurch auch von ca. 10 Euro auf mehr als € 18.

Am Kohlmarkt wies ich den Taxifahrer an, die Zentralverriegelung zu schließen, da die Passanten langsam bedrohlich wirkten. Als wir im Schrittempo, z.T. auch kurz stehen bleibend den Kohlmarkt entlangfuhren, wurden die Insassen, d.h. der Taxifahrer, meine Lebensgefährtin, die Schwester eines Aktiven und ich beschimpft: „Nazi´s raus“ wurde zum Teil im Chor skandiert. Mir wurde gedeutet, ich möge aussteigen, die hinten sitzenden Frauen wurden von beiden Seiten des Taxis aus von mehreren, wechselnden – meist jüngeren Menschen mit und ohne Vermummung – immer wieder als „Nazihuren“ beschimpft. Des Weiteren wurde auch der Taxifahrer pauschal mitbeschimpft, es wurde ihm auch zugerufen, er „solle sich schämen, Nazi´s zu fahren“.

Es versuchten einmal mehrere Demonstranten das Auto aufzuhalten, dann aber kamen Polizisten dazu und der Weg wurde gleich wieder freigegeben.

Die Polizisten standen sehr schütter am Kohlmarkt und ließen die Beschimpfungen, Gesten und Drohgebärden vollführenden Demonstranten gewähren.

Dies spielte sich ca. um 20 Uhr 30 ab. Nach dem Michaelerplatz ging es dann wieder recht gesittet zu – der Höhepunkt war am Kohlmarkt.

W.L.

WKR-Ball Zufahrtsbericht

Da heuer angekündigter maßen die letzte Gelegenheit sein sollte, den eleganten WKR-Ball samt seinen Gästen, die auf hergebrachte Sitten und Höflichkeit Wert legen, in den wunderschönen Räumen der Hofburg zu besuchen, entschlossen sich meine 15-jährige Tochter und 17-jähriger Sohn mit uns Eltern mitzukommen.

Auf der Fahrt zur Rückseite der Hofburg am Josefsplatz erhielt unser Taxifahrer die Nachricht von der Taxifunkzentrale, dass die zugesicherte Route über Freyung und Herrengasse mittlerweile durch Demonstranten gesperrt sei und von der Polizei nicht freigehalten werden könne. Wir versuchten daher über den Ring zur Oper und weiter zur Albertina zu kommen. Bereits auf Höhe des Lueger­platzes war der Ring durch einen Stau, angeblich verursacht durch den Demonstrationszug von der Mariahilferstraße zum Heldenplatz, lahmgelegt. Nach längerer Zeit konnten wir mit dem Taxi bis zum Schubertring vordringen und über die Nebenfahrbahn in Johannesgasse – Schellinggasse – Akademiestraße und dann gegen die Einbahn in der Walfischgasse bis zur Absperrung bei der Albertina gelangen, wo wir das Taxi verließen um zu Fuß weiter zum Josefsplatz zu gelangen. Die Polizisten an der Absperrung öffneten die Absperrgitter und ließen uns in den „gesicherten Raum“ ein.

Dort, innerhalb der Polizeiabsperrung, wurden wir bald von einem kleinen Grüppchen Demonstranten bemerkt und mit den Rufen „da kommen wieder welche!“ empfangen. Einzelne dieser Demonstranten, insbesondere eine Studentin, versuchte vergeblich mich zu rempeln und nahm sich dann schnell meine 15-jährige Tochter zum erfolgversprechenderen Ziel, die sie dann auch noch lautstark als „Nazi“ beschimpfte. Weitere Demonstranten belästigten meinen Sohn und meine Frau und ergingen sich zusätzlich in stereotypen „Nazi-raus-Rufen“, obwohl nirgendwo Adressaten dieser Rufe zu sehen waren.

Die Polizisten reagierten relativ rasch und schirmten uns vor weiteren tätlichen Angriffen ab.

Meine Tochter wunderte sich später mir gegenüber, wieso sie als „Nazi“ bezeichnet worden sei, wo sie doch erkennbar einer ganz anderen Generation angehört. Ich kann nur hoffen, dass dieses Erlebnis sie gegen die zur Schau gestellte Intoleranz der sogenannten „Antifaschisten“ immunisiert.

A.D.

Da wir mit dem Reisebus gefahren sind, haben wir insbesondere die Übergriffe auf dem Weg von den Bussen zur Hofburg mitbekommen. Neben den üblichen Beleidigungen (die ich wohl nicht näher ausführen muss), wurden hier insbesondere die Ballbesucher, meine Frau inklusive, von diversen Demonstranten bespuckt.

F.C.

Vorweg sei gesagt, daß ich den Ball in den letzten sieben Jahren sechsmal besucht habe und jeweils für ein verlängertes Wochenende in Wien geblieben bin. Dabei habe ich mit meiner jeweiligen Ballbegleitung Hotelzimmer bewohnt, habe in Wiens Kaffeehäusern und Restaurants gespeist und getrunken und habe – für Ballbedarf und auch sonst – stets etwas Geld für Shopping ausgegeben.

Wir sind bei dieser Gelegenheit immer gastfreundliche begrüßt und behandelt worden – sowohl auf den jeweiligen Häusern als auch in der Stadt.

Weder meine frühere noch meine diesjährige Ballbegleitung noch meine Person vertreten extremistische, revanchistische oder sonstig extreme politische Positionen. Im Gegenteil, für einen Burschenschafter bin ich womöglich fast zu unpolitisch.

Bevor ich auf den Abend des 27. Januar 2012 eingehe ein kurzer Exkurs ins Jahr 2010. Meine Ballbegleitung und ich hatten im Hotel gegessen und sind dann mit dem Taxi zum Ball gefahren. Dabei kam es zum ersten Vorfall im Zusammenhang mit Protesten gegen den Ball. Das Taxi wurde am Hofburgeingang Michaelerplatz von mehreren vermummten Jugendlichen mit Fahrrädern gestoppt und der Taxifahrer aufgefordert diesen unsere Namen zu nennen. Dabei wurden von mehreren Seiten Fotos von uns gemacht. Es kam mir vor, wie die Vorbereitung zu einer Proskriptionsliste. Zum Glück für uns war das Taxi verriegelt, denn die vermummten Jugendlichen rüttelten an den Türen des gestoppten Fahrzeugs. Über ihre Absichten kann man zwar nur spekulieren, es lag jedoch angesichts der Drohgebärden und beleidigenden Gesten Nahe, daß es Ihnen nicht um einen friedlichen Protest ging. Erst dazwischen gehende Polizei ermöglichte die Weiterfahrt.

In diesem Jahr haben wir aufgrund der Vorberichterstattung und dem berichteten Erlebnis aus dem Jahr 2010 den Vorabend des Balles auf dem Haus der B! ….. verbracht – von dort sollte ein Bus zum Ball fahren. Mit dem Taxi zu fahren sei zu gefährlich sagte man uns – allein diese Befürchtung lässt schon auf die Angst der Ballgäste, sie könnten in Ihrer körperlichen Unversehrtheit bedroht sein – schließen. Was sind das für Verhältnisse, wo zivilisierte Menschen mitten in Mitteleuropa befürchten müssen auf dem Weg zu einer Tanzveranstaltung aufgrund ihrer Kleidung angegriffen zu werden? Gegen 20h bestiegen wir den besagten Bus. Die Fahrt verlief bis auf einige wenige geworfene Eier oder gerufene Parolen wie „Nazis raus“ „Burschis raus“ etc. ereignislos. Auf der Herrengasse wurde der Bus von einigen jugendlichen Demonstranten gestoppt und fuhr nicht weiter. Da die Polizei den Weg nicht räumte wurde die Menge alarmiert von einigen führenden Aktivisten mit Telefon innerhalb kurzer Zeit immer größer. Wir konnten den Bus nicht verlassen, da draußen die Menge tobte, Fotos machte und wir uns nach einer Dreiviertel-Stunde (sic!) Wartezeit im Bus wie bei einer Belagerung fühlten. Schließlich fasste die Polizei den Entschluss uns aussteigen zu lassen und den Fußmarsch zum Ball zu sichern. Wir stiegen aus und liefen über die Landhausgasse, Minoritenplatz und Schauflergasse zur Hofburg. Es war wie im Hexenkessel, überall Demonstranten, die uns beschimpften, anpöbelten und bespuckten. Ich konnte diverse Handgreiflichkeiten von Demonstranten gegen männliche und weibliche Ballbesucher beobachten, wir selbst wurden nur bespuckt und beschimpft. Auf diesem Weg hatte ich ständig große Angst um meine körperliche Unversehrtheit und die meiner Ballbegleitung. Man kam sich trotz der Polizei vor wie auf einem verbalen Spießrutenlauf.

 

L.C.

Am 27.01. kurz vor 20 Uhr stellte ich meine Wagen am Bahnhofsparkplatz Siebenhirten ab und geleitete meine Dame zu dem dort befindlichen Taxistand, da ja der Ball in der Regel mit Taxis am besten zu erreichen ist.

Nachdem ich dem Taxifahrer unser Fahrziel Hofburg bekannt gab, begann auch schon die Fahrt. Nach ca. 25 Minuten Fahrt waren wir nahe der Hofburg und der Taxifahrer wusste bereits durch Taxifunk und durch die Medien, dass einige Zufahrten zur Hofburg gesperrt waren.

An den Polizeiabsperrungen angekommen, wiesen die Ordnungshüter dem Taxifahrer einen Weg, welcher für die Anfahrt zur Hofburg vorgesehen war. Die Zufahrten Freyung, Opernring und Heldenplatz waren ja wegen dem Ball für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt. Die uns zugewiesene Zufahrt war jedoch unerwartet und unangemeldet durch eine Demonstrantengruppe blockiert. Abermals wurden wir von 2 Beamten aufgefordert einen anderen Zufahrtsweg einzuschlagen. Der Taxifahrer leistete dem Folge und fuhr die benannte Zufahrt an.

Hier ca. 20.40 Uhr angekommen, stellte sich heraus, dass auch diese Zufahrt durch vermummte,  gewaltbereite Demonstranten versperrt war. Es waren keine Einsatzkräfte vor Ort, als die Vermummten die uns zugewiesene Zufahrt blockierten. Neben dem betreffenden Taxi waren noch ca. ein Dutzend andere Taxis vor Ort, welche ebenfalls diese Fahrtroute als vermeintlich sichere Route zugewiesen bekamen. Eine Umkehr war nicht mehr möglich, da sich eine weitere Gruppe gewaltbereiter Vermummter von hinten näherte und die Fahrzeuggruppe einkesselte. Während der Einkesselung kam es, nicht nur an unserem Taxi, zu massiven Tätlichkeiten und Angriffen. Ich möchte nur die Vorgänge aufgreifen, welche sich an dem Wagen ereigneten, in dem wir unterwegs waren. Die Verriegelung des Wagens wurde durch den Taxifahrer betätigt.

Anfangs wurde durch die Gewaltbereiten unter Androhung von körperverletzenden Maßnahmen versucht sich unberechtigten Zutritt ins das Wageninnere zu verschaffen. Als dies durch die betätigte Verriegelung erfolglos blieb, fielen weitere verbale Unterstellungen, Verleumdungen und strafrechtlich verfolgbare Beschimpfungen. Dem folgten Spuckattacken auf das gesamte Fahrzeug. Der Wagen -Mercedes A -wurde durch mutwillig aufgebrachte Körpersekrete allseitig beschmutzt. Die kurz vor der Ausführung stehende Beschädigung der Seitenspiegel durch die Radikalen konnte durch Erscheinen von Polizeibeamten gerade noch abgewendet werden.

Nach langen Minuten gelang es dann den Beamten, durch deren massives Erscheinen, die Autonomen von deren Ansinnen der Blockade abzubringen. Da erheblicher Widerstand geleistet wurde, konnte die Einkesselung erst nach mehreren Minuten aufgehoben werden. Die uns entgegengebrachten Beleidigungen und versuchten tätlichen Angriffe durch den gewalttätigen Pöbel verurteile ich auf das Schärfste.

 

G.F.

Auch ich habe Strafanzeige gestellt, was mir auf dem Wiener Polizeirevier nicht gerade einfach gemacht wurde. Der zuständige Inspektor wollte zunächst keine Anzeige aufnehmen, weil meine Frau und ich (als Ortsfremde) natürlich nicht den genauen Tatort auf dem Stadtplan angeben konnten. Hätte uns nicht ein zweiter (sehr junger) Polizeibeamter bei der Bestimmung geholfen, wäre keine Strafanzeige angenommen worden. Die Rechtschreibfehler “Natzi” statt “Nazi” u.a.m. wollte ich dann nicht mehr weiter korrigieren lassen. Auch nicht, daß der aufnehmende Inspektor den Sachverhalt eines “Raubs” (= Eindringen in eine von ringsförmigem Polizeischutz umgebene Gruppe, Anstoßen meiner Person und Herunterreißen meiner Couleurmütze, die ich mit einer Hand auf dem Kopf festhielt) auf “Diebstahl” herunterspielte. Die Nazi-Beschimpfung meiner Frau und mir stelle keine Straftat dar, auch sei es keine Nötigung, daß wir an freier Bewegung im öffentlichen Verkehrsraum massiv behindert wurden.

 

C.R.

Schon bei der Anreise auf unsere Corpsbude wurde mein Taxi (Höhe Museumsquartier) von 4 vermummten Gestalten auf Fahrrädern eingekreist und an der Weiterfahrt gehindert. Mehrfach wurde die Tür aufgerissen und hinein gespuckt. Nach ca 3 – 5 Minuten Wartezeit traten 2 Polizisten heran und wir konnten unsere Fahrt fortsetzten.

Auf dem Weg in die Hofburg wollten wir uns auf der Landesgerichtsstraße (Höhe Rathaus) ein Taxi organisieren. Eine vermummte Personengruppe von ca 20 Personen bemerkte uns (insgesamt waren wir zu viert: ein Corpsbruder, unsere Begleitungen und ich) und versuchte uns einzukesseln. Wir wurden bespuckt, beschimpft und massiv bedrängt (Rufe: „Nazischlampen“, „Nazihuren“, „Ein Baum, ein Strick, ein Burschigenick“ usw), Minuten darauf konnte mein Corpsbruder ein Taxi organisieren. Mein Corpsbruder und ich versuchten so gut es uns möglich war das ungehinderte Einsteigen der Damen zu sichern.

In dieser Situation erhielt ich einen Faustschlag auf mein rechtes Ohr und Pfefferspray in den unteren Teil meines Gesichtes, mein Corpsbruder wurde von einer vollen Bierdosen am Hals getroffen und umgestoßen, einer der Damen wurde von hinten in den Rücken geschlagen.

Bei der Absperrung am tiefen Graben angekommen (nach ca 30 Minuten Fahrt!) wollte der Taxifahrer, dass wir sein Fahrzeug verlassen, da eine größere Gruppe von Demonstranten wenige Meter vor uns in Position gegangen war. Wir versuchten so unbeschadet wie möglich die Absperrung und die dort positionierten Polizeibeamten zu erreichen. In dieser Situation wurde eine der Damen, sowie auch mein Corpsbruder und ich erneut von Pfefferspray getroffen.

Ein Demonstrant versuchte mir mehrmals mein Couleur zu entwenden bis ich mich zu Wehr setzte und er davon abließ, dadurch verlor ich den Anschluss an meine Gruppe. Wenige Meter vor der Polizeiabsperrung stellten sich mir 3 Demonstranten in den Weg und versuchten mich aufzuhalten. Es kam zu einem kurzen Handgemenge, konnte dann aber als Letzter unserer Gruppe die Absperrung erreichen.

Erwähnen möchte ich ebenfalls das mehrere Scheiben auf unserer Corpsbude eingeworfen wurden, obwohl die meiste Zeit Polizeibewachung vor Ort war.

 

F.L.

Bereits im Vorfeld als ich meine Ballkarten vom Verbindungshaus einer Burschenschaft abgeholt habe, kam es zu einem Zwischenfall. 20-30 linke Vermummte versuchten das Verbindungshaus zu stürmen. Einige anwesende Verbindungsmitglieder haben mit aller Kraft die Türe zugedrückt. Auf der gesamten Bude waren die anwesenden Personen schockiert und verängstigt. Durch die Türe kam Licht, welches auf bengalische Feuer zurückzuführen ist. Nach 5-10 Minuten war der Angriff vorbei. Nachdem sich der Rauch im Flur gelegt hatte, wurde der Eingangsbereich auf Schäden untersucht. Das Türschloss war nicht mehr funktionsfähig, Farbbeutel und Knallkörper wurden sichergestellt. Auch in der Nähe der Gasleitungen wurden Knallkörper gefunden.

Gegen 20:30 fuhren wir mit acht Personen aufgeteilt auf drei Taxis Richtung Hofburg. Die Herrengasse war zu dieser Zeit bereits blockiert, weshalb wir von der Polizei umgeleitet wurden. Man hatte den Eindruck die Polizei wusste selbst nicht so genau, wo man noch sicher zu Hofburg kommen konnte. Wir sind dann über die Freyung zur Hofburg zugefahren. Vereinzelt kamen uns linke Späher auf dem Fahrrad entgegen. Die wollten nicht provozieren sondern versuchten mittels Handy Informationen an andere Demonstranten weiterzugeben. Wir wurden des öfteren von Demonstranten beschimpft und wurden auch bespuckt (auf die Seitenscheibe). Wir verriegelten die Türen und fuhren im Konvoi an den Demonstranten vorbei. Anscheinend war die Lage am eskalieren, denn die Polizei versuchte uns schnellstmöglich durch die Gassen zu winken. Etwa 250 m vor der Hofburg stand eine Horde an Gegendemonstranten welche jedoch von Einsatzkräften der Polizei abgehalten wurde, die Gasse zu stürmen. Vergleicht man diese mit einigen anderen Erfahrungsberichten, dürften wir eines der letzten Taxis gewesen sein, welches bis zur Hofburg durchfahren konnte. Vielen Personen nach uns mussten die letzten Meter laufen.

 

H.G.

Wir (2 Freundinnen und ich) fuhren um 20.15 h mit dem Taxi im 4. Bezirk, Trappelgasse los, kamen allerdings erst um 21.45h am Josefsplatz an.

Ab der Freyung/Eingang Herrengasse kamen die Taxis nicht weiter weil Demonstranten trommelnd den Zebrastreifen besetzten. Die Polizei wurde durchgelassen, dahinter  aber sofort wieder der Zebrastreifen besetzt, sodass kein Taxi weiterfahren konnte. Unser Taxifahrer versuchte dann in der Löwelgasse weiterzukommen, wo wir aber von der Polizei, die uns dringend davon abriet zu Fuß durch die Demonstranten zu gehen, wieder zurückgeschickt wurden.

Wieder zurück bei der Freyung /Anfang Herrengasse wurde von Demonstranten auf Taxis geschlagen und diese auch angespuckt. Wir bekamen einige Mittelfinger und herausgestreckte Zungen zu sehen. Die Herrengasse war mit Müllcontainern blockiert worden, ein Ballgast im Taxi vor uns und unser Taxifahrer räumten sie beiseite. Das Taxi wurde nun über die Freyung dirigiert wo wieder alles stand. Unserem Taxifahrer wurden Zettel ins Taxi gesteckt mit dem Aufruf „Transportiert kein faschistisches Gedankengut“ (Da wir das offensichtlich nicht sind, hatte unser Taxifahrer keinen Anlass uns rauszuschmeißen). Im Schritttempo ging es weiter. Beim Central standen wir dann allerdings eine halbe Stunde, da hinter uns eine Sitzblockade war und vor uns ein Bus mit Steinen beworfen wurde. Die Polizei riet uns ausdrücklich davon ab, zu Fuß weiterzugehen und auch der Taxifunk sagte durch, dass Ballgäste attackiert wurden. Nach ca. 30 Minuten konnte unser Fahrer endlich die dann freigemachte Route von der Polizei über den Graben nehmen.

 

K.B.

Ich fuhr mit dem Taxi über den Michaelerplatz. Da wegen der Übergriffe auf parkende Autos in den Vorjahren es für mich zu gefährlich erschien, mit dem eigenen Auto anzureisen. Die Anreise kostete da mit Umweg und Stau verbunden 32 €. Die Rückreise nur 22 €.
Es war richtig so zuzufahren, denn einzelne Frauen machten sich an die Taxis heran, bespuckten die Scheiben und zeigten den Mittelfinger. Sie drohten uns mit Fäusten und bezichtigten uns (meine Frau, meine Tochter und mich als Nazis). Wir wurden gegen unseren Willen gefilmt.
Der Taxifahrer wurden aufgefordert uns nicht zu befördern und es wurde ein dementsprechendes Flugblatt bei einer wenig geöffneten Fensterscheibe hereingereicht. Der Fahrer gab dieses an mich weiter.
Ein Bekannter( Wiener Landsmannschafter) wurde in seinem Auto dermaßen attackiert,
dass es ihm nicht möglich war an dem Ball teilzunehmen.

 

F.W.

Am Freitagnachmittag wurden wir bereits von einigen Personen in der Stadt angestarrt und „angezischt“, aufgrund der Bekleidung möchte ich diese auch den späteren „Demonstranten“ zuordnen.

Der Abend des Balls begann auf dem Haus einer Burschenschaft. Zusammen mit den Verbandsbrüdern wollten wir frühzeitig (18:00) die Hofburg erreichen.

Die ersten Taxilenker ließen uns mit der Begründung stehen, es sei schon kein Durchkommen mehr.  Als wir ein Taxi nutzen konnten, fuhr der Lenker einmal um die weiträumig durch die Polizei abgesperrten Bereiche in der Innenstadt herum, um uns über die Freyung zur Hofburg bringen zu können.

Hier ergab sich folgendes Bild: Eine sehr lange Schlange aus Taxen und den Reisebussen, die wohl vom Hause einer Burschenschaft abfuhren. Auf dem Gehsteig fuhren mehrere Fahrräder mit vermummten Personen, die allesamt große Rucksäcke trugen, umher, schrien die Taxen an und fuhren weiter. Nach einer sehr lauten Böllerexplosion etwa 60 m vor uns entfernten diese Personen sich auf ihren Fahrrädern schnell wieder in die andere Richtung.  Wir entschlossen uns dann die Anreise zu Fuß fortzusetzen. Es bildete sich ein Troß aus etwa 50 Ballbesuchern.

Ein Verbandsbruder einer Münchner Burschenschaft berichtete mir später von aus den Taxen gezerrten und geschlagenen Gästen, es seien Pflastersteine geworfen und Gäste „angesprungen“ worden. Auch seien Gäste mit Pfefferspray besprüht worden. Von einem anderen Gast habe ich selbst erfahren, dass ihm die Mütze geraubt und ein harter Gegenstand gegen den Knöchel geworfen wurde, so dass er am nächsten Tag noch merklich Schmerzen und Schwierigkeiten beim Gehen hatte.

An der Ecke zur Herrengasse ( Ort der „Sitzblockade“ des ersten Busses) trafen wir nun auf die „Demonstranten“. Ein etwa 60 jähriger Ballbesucher wurde von diesen regelrecht in die Menge gezogen und mit Schlägen traktiert. Es gelang mir diesen Herrn aus der Menge „zu reißen“, wonach die an den Schlägen beteiligten Personen nun mich „an sich zogen“, anschrien („Wir kennen Dein Gesicht“, „Nazi“), Fotos von mir anfertigten und traten. Die Szene ist ab Minute 0:57 hier zu sehen: http://video.vienna.at/vienna/anti-wkr-ball-demonstrationen?autoPlay=true#ve_video_player_a

Nachdem ein Polizist sich näherte, ließ man von mir ab und ich stand nun inmitten der Demonstranten, die mich jedoch nicht weiter behelligten, und Polizisten auf beiden Seiten mit Plastikschilden. Aus meiner unmittelbaren Umgebung wurden durch vermummte Personen nun mehrmals entzündete Böller auf den Bus und die auf der Straße stehenden Ballbesucher, die zuvor die Taxen verlassen haben. Es flogen auch gefüllte 0,5 l Bierdosen und andere Gegenstände wie Eier. Am Bus muss irgendein Glas getroffen worden sein, da ich das splittern hören konnte.

Die Demonstranten um mich herum kamen ihren Dialekten nach sowohl aus Österreich, als auch aus der Bundesrepublik. Eine Person fragte ich, gegen wen eigentlich gehandelt würde, er antwortete es seien alles feige Nazis in den Bussen und die würde man jetzt jagen.

Die Demonstranten begannen nun eine Sitzblockade, damit der Bus nicht weiter vorankommen konnte. Ein Polizist neben mir antwortete auf meine Frage, ob sie nicht etwas unternehmen wollten, um den Bus die Durchfahrt zu sichern, antwortete, man werde erst einmal abwarten.

Nach etwa 10 Minuten  als einzige stehende Person am Rande der Sitzblockade sprang ich zwischen den Demonstranten zurück zu den wartenden Ballbesuchern, was von der Menge, die dann wohl realisierte, wer zwischen ihnen stand, mit lauten Rufen quittiert. Die Besucher diskutierten weiter mit den Polizisten, welche die ganze Zeit allein passiv standen, wie und ob zur Hofburg zu kommen sei. Schließlich setzte sich ein Zug aus etwa 30 Personen in einer Hintergasse, eskortiert von der Polizei in Bewegung, dem wir uns anschlossen. Später habe ich von umstehenden Gästen erfahren, dass diese Eskorte nur deshalb ermöglicht wurde, da sich in der Gruppe eine Nationalratsabgeordnete befand und diese deutlich um ein Fortkommen bat.

Der Weg durch die hinteren Gassen wurde mehrfach durch Demonstranten gestört die auf uns zu rannten und von den allein etwa 4 Polizisten zurückgehalten wurden. Wir kamen auch an einer über die gesamte Straße führende Blockade aus Sitzbänken vorbei.

Nach dem Passieren einer Polizeisperre konnten wir das Areal an der Hofburg erreichen. Selbst hier wurden wir von Demonstranten, die sich zu einem Seitenflügel Zugang beschafft haben, mit einem Megaphon als „Nazis“ beschrien. Den Damen und uns kam dies alles wie ein „Spießrutenlauf“ vor, durch die Polizei fühlten wir uns nicht ausreichend geschützt. Schließlich erreichten wir die Ballräume in der Hofburg und damit eine andere Welt.

Zusammenfassend haben meine Begleitung aus Damen und Verbands-/Bundesbrüdern und ich den Eindruck einer passiven oder überforderten Polizei und völlig frei und ungestört agierenden „Demonstranten“ erhalten.  Solch sinnlose Gewalt und Verfolgung einzelner Gruppen habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt. Das Gefühl der Schutzlosigkeit hat uns alle an diesem Abend fassungslos gemacht.  Insbesondere die Sitzblockade vor dem Bus wurde nach meiner Auffassung durch einen organisierten Block, der zudem von Einzelnen aus der Gruppe mit Kommandos befehligt wurde „Alle Hinsetzen!“ durchgeführt.

G.S.

27.1.2012, ca. 18.35 Mariahilfer Straße 80-90, knapp unterhalb U3 Station „Zieglergasse“ – Knallköper ins Gesicht

Auf dem Weg von meinem Einkauf bei Peek & Cloppenburg auf der Mariahilferstraße 26 – 30 zu meinem geparkten Auto durchschnittlich gekleidet, macht meiner Partnerin und mir ein Demonstrationszug gegen 18:35 die Überquerung der Mariahilferstraße auf der Höhe 80 -90 unmöglich. Der Demonstrationszug wird zu beiden Seiten von Polizei begleitet. Die Demonstrationsteilnehmer an der Spitze des Zuges sind durchgehend maskiert und bewegen sich in Blockform, begrenzt durch hochgezogenen Transparente, vorwärts. Es wird laut und aggressiv im Chor gebrüllt. Vertreter der Polizei (aus Oberösterreich) bilden, in schwerer Ausrüstung gekleidet, links und rechts zwei enge Kette, um Demonstranten von Unbeteiligten zu trennen. Knapp unterhalb der U-Bahnstation „Zieglergasse“ stehen meine Partnerin und ich an die Seite, um den Abzug des Demonstrationszuges abzuwarten, als aus dem zweiten Demonstrationsblock ein roter Gegenstand in hohem Bogen in Richtung meines Gesichtes geflogen kommt. Ich kann nur noch die Schultern hoch ziehen, da sich in meine Hände Einkaufstaschen befinden. Der rote Gegenstand trifft mich am Hals prallt ab und kommt vor meinen Füßen zu liegen. Erst jetzt erkenne ich, daß es sich um einen roten etwas 20 cm langen und 3 cm dicken, zylindrischen Knallkörper handelt, dessen Zündschnur brennt. Eine Sekunde später explodiert der Sprengsatz mit einem lauten, unangenehmen Knall. Während dieses Vorfalles schreitet ein Polizist langsamen Schrittes, die Situation beobachtend an uns vorüber. Es scheint Ihn aber in keiner Weise zu interessieren. An eine Anzeige ist in dieser Situation nicht zu denken, meine Partnerin und ich verlassen den Standplatz sofort, um weiteren Attacken zu entgehen.

Auf dem weiteren Weg zum Auto herrscht eine aggressive, aufgehetzte Stimmung. Demonstranten schwirren, außerhalb des Korridors entlang der Mariahilferstraße und den umliegenden Nebengassen umher. Unbeteiligte Passanten reagieren durchwegs verschreckt, schütteln verständnislos den Kopf und versuchen ebenfalls so schnell als möglich aus dem Bereich der Mariahilferstraße zu kommen.

 

H.B.

Ich bin Alter Herr einer Verbindung und seit Jahren ein begeisterter WKR-Ball Besucher.

Am letzten Freitag habe ich mich um ca. 20.15, nach dem Sektempfang auf einer Bude, zusammen mit meiner Frau und Bundesbruder H. zum Taxistand gegenüber der Creditanstalt begeben, um unbehelligt zum Josephsplatz zu gelangen.

Ein Taxilenker hat die Fuhre (aus Angst ?) abgelehnt, ein anderer hat sich in den bereits stockenden Verkehr in der Schottengasse eingereiht. Auf der Freyung, noch vor der Abzweigung in die Strauchgasse, wurde unser Taxi durch eine Protestlerkette an der Weiterfahrt gehindert und mit „… Antifaschista .- (?? warum auf spanisch ??).“ Parolen angebrüllt. Besonnene Polizeikräfte konnten nach ca. 5 Minuten die Weiterfahrt sicherstellen, indem sie immer wieder blockierende Damen sanft zum Gehsteig geleiteten.

In der Strauchgasse gab es dann überhaupt kein Weiterkommen mehr und wir mussten das Taxi verlassen. Von da an mussten wir uns alle möglichen Beleidigungen gefallen lassen (rassistisch, sexistisch, ekelhaft – das ist die Deutsche Burschenschaft … u.s.w). Da in der Herrengasse bereits ein hoher Lärmpegel herrschte, sind wir über die Wallnergasse auf den Kohlmarkt ausgewichen. Dort hat eine protestierende Frau versucht, meine Frau mit dem Fahrrad anzufahren. Da sie ausweichen konnte, hat sie ein Protestler am Weitergehen gehindert, indem er ihren Weg mit der Schulter blockierte.

Am Michaeler Platz hat uns die Polizei eine Pforte in der Absperrung geöffnet. Von dort sind wir unbehelligt zum Eingang in die Hofburg am Josephsplatz gelangt.

 

M.H.
Anfahrt zum Ball mit Taxi (Funktaxi 40100, Fahrer nahm Fahrtziel kommentarlos zur Kenntnis und versucht auf seiner elektronischen Informationsanzeige Hinweise der Taxizentrale zu finden, wie er am besten anfahren sollte) vom 4. Bezirk (nähe Südtiroler Platz) unter großräumiger Umgehung des Burgrings über Landesgerichtsstraße – Universitätsstraße – Schottengasse.
Ab der Kreuzung mit dem Ring beim Schottentor (ca. 20.20 Uhr) stockender Verkehr im Kriechtempo, schließlich völliger Stillstand in der Schottengasse knapp vor Teinfaltstraße.
Mehrere Polizei-Kleinbusse mit Blaulicht überholen den Stau (fast nur Taxis) in der Schottengasse durch Befahren von Radweg und Gehsteig und biegen in die Teinfaltstraße ab.
Da sich im Stau keinerlei Änderung abzeichnet verlassen wir das Taxi um ca. 20:30 Uhr an der Kreuzung Schottengasse / Teinfaltstraße und wollen zu Fuß durch die Herrengasse in Richtung Michaelerplatz gehen.
Zu dieser Zeit gehen auch einige „Alerta Antifascista“ grölende und mit Trillerpfeifen lärmende Personen in dieselbe Richtung.
Nach der Kreuzung Herrengasse / Strauchgasse gibt es kein Weiterkommen mehr, die Straße ist durch auf der Fahrbahn sitzende Personen blockiert, zwei Busse werden sichtlich am Weiterfahren gehindert.
Für mich war nur ein einziger hochgewachsener Polizist sichtbar, der hektisch versuchte, für Ruhe zu sorgen. Meiner Frau fielen zwei Personen mit Film- oder TV-Kameras auf.
Uns schien es vernünftig, das Hindernis zu umgehen und so versuchten wir (zu dieser Zeit eine Gruppe von 6 oder 8 Personen), durch die Wallnerstraße weiter zu kommen.
In der Wallnerstraße zwischen Strauchgasse und Leopold-Figl-Gasse waren ca. 5-10 Demonstranten die versuchten, die Straße durch Bildung einer Menschenkette zu sperren und alle, die an der (zu kurzen) Kette vorbei wollten anrempelten.
Der weitere Weg für uns durch die Wallnerstraße und Fahnengasse (dort Polizeiabsperrung die wir passieren durften) in Richtung Josefsplatz zum Ball wurde nicht weiter behindert.

Abgesehen von den genannten Rempeleien haben wir keine Angriffe oder Tätlichkeiten beobachtet.
Meine Frau empfand die gesamte Situation als sehr beängstigend. Beim Verlassen des Balles um ca. 03:15 gab es keine Behinderungen.

 

M.P.

Als wir mit dem Taxi auf dem Weg zum Ball waren, blieben wir bereits an der Kreuzung vor der Herrengasse stecken. Wir waren bei den ersten Taxis, die nicht mehr – wie eigentlich vorgesehen – gegen die Einbahn der Herrengasse fahren konnten, weil die Demonstranten alles regelrecht besetzt hatten.

Wir wurden umgeleitet und gelangten in die Ecke zur Strauchgasse, wo wir, immer noch als eines der ersten Taxis, abermals zum Stehen kamen. Auch dort waren die wütenden, schreienden Demonstranten überall. Sie fassten sich an den Schultern und tanzten eine Bolognese über den Zebrastreifen, gingen zu den Autos, rüttelten daran, setzten sich sogar auf deren Motorhauben, fotografierten hinein und beschimpften uns. Unser Taxifahrer bekam es mit der Angst zu tun, stieg aus seinem Auto aus und rief in der Zentrale an, wie er uns los werden könnte, da er Angst habe, doch er musste bei uns bleiben. Als das Sonderkommando der Polizei eintraf und die Demonstranten verschwanden, konnten wir 2 Kurven weiter fahren, dann kamen wir auch schon wieder zum Stehen.

Uns blieb nichts anderes übrig und wir mussten aussteigen. Bei meinem Lebensgefährten eingehängt und das bodenlange Ballkleid in die Höhe haltend liefen wir über, für eine Frau in Stöckelschuhen äußerst unbequem zu gehendes, Kopfsteinpflaster eine dunkle Seitengasse der Herrengasse (ich glaube es war die Landhausgasse, doch da ich die meiste Zeit auf den Boden sah, verlor ich die Orientierung) entlang, in der sich keine Polizei befand und am anderen Ende dieser Gasse nur eine Masse an Demonstranten auf uns wartete. – Als wäre es nicht schon schwer genug mit Stöckelschuhen über dieses holprige Pflaster zu stöckeln, musste ich mir auch noch Sorgen machen wie wir durch diese Menschenmenge kommen würden. Mein Lebensgefährte hielt meinen Arm ganz fest bei sich und zog mich durch die Demonstranten über den Minoritenplatz. Sie umzingelten uns, fotografierten uns mit Profikameras, mit wahnsinnig hellen Blitzen, sodass man zeitweise gar nichts mehr sah, sie schrien uns wüste Beschimpfungen entgegen, liefen dicht neben uns und pfiffen uns mit Trillerpfeifen in die Ohren, dass man meinen konnte das Trommelfell habe sich gerade verabschiedet.

Dann wurden wir zum Glück von ein paar Polizisten gesehen, da eine ganze Schar Polizisten vor uns mit einer kleinen Gruppe Ballbesuchern auf dem Weg zur Burg waren. Wir müssen ziemlich schnell gelaufen sein, denn diese Gruppe war beim Start, als wir aus dem Taxi ausstiegen, noch nicht zu sehen.

Ein paar dieser Polizisten kamen zu uns, umschlossen uns und eskortierten uns regelrecht aus dem Gefahrenbereich.

Den Demonstranten jedoch war dies egal, sie beschimpften und rempelten sogar die Polizisten.

So schnell bin ich in meinem Leben bestimmt noch nicht mit 10cm Absätzen gelaufen wie an diesem Abend. Der Polizist neben mir fing mich genauso wie mein Lebensgefährte ein paar Mal auf, als ich von hinten angestoßen wurde oder auch nur auf dem holprigen Pflaster gefühlte hundertmal umgeknöchelt bin. Ich bin den Polizisten sehr dankbar, dass sie uns unbeschadet, bis auf einen großen Schrecken und Angst in dieser Demonstrantenmenge meinerseits, aus der Gefahrenzone gebracht haben.

Und nachdem ich nach ungefähr einer Stunde endlich zum Zittern aufhörte, konnte ich den wunderschönen Ball auch genießen.

 

T.P.

Uns ist Gott sei Dank nichts passiert. Nur diese Vertreter der Presse haben uns belagert und mir bescheuerte Fragen gestellt, denen ich immer nur entgegnete, wer er (der „Reporter“) denn sei und ob er sich mir nicht erst einmal vorstellen möchte. Das wäre höflich. (Ich war im ORF zu sehen, wie ich auch noch dem ORF abgewunken habe.)

Ich weiß aber von Freunden, dass ein Pärchen im Taxi saß. Die Randalierer versuchten die Türen des Taxis aufzureißen. Der Taxifahrer war geistesgegenwärtig und verriegelte die Türen. Daraufhin schlugen die Typen gegen die Scheiben. Diese gingen dann auch zu Bruch. Die Dame in dem Taxi kam zitternd zu mir in der Hofburg und berichtete, dass sie so etwas noch nie erlebt hatte. Sie hatte Angst.

Ein anderes Tanzpärchen musste zu Fuß zur Hofburg, weil deren Taxi aufgehalten wurde. Sie wurden mit Eiern und Steinen beworfen. Ob ein Stein sie traf, wissen sie nicht mehr, denn die Angst war zu groß. Sie sind gerannt. In der Hofburg zeigte mir die Dame dann ihr Kleid, welches mit Flecken im unteren Teil übersät war. Aus ihr sprach die pure Angst. Ich kenne sie schon Jahre und ich weiß, wenn sie hastig spricht, dann stimmt was nicht. Zudem zitterte sie noch am ganzen Leib.

 

W.M.

Ich bestieg um 20.00 Uhr, ebenso wie ca. 100 andere Anwesende, einen der zwei für die Fahrt zur Hofburg organisierten Busse, welche von der Laudongasse aus fuhren.

Diese wurden nach kurzer Fahrt beim Einbiegen von der Strauch- in die Herrengasse, gegenüber dem Café Zentral, von maskierten und äußerst aggressiv auftretenden Mitgliedern der sog. Antifa blockiert und mittels einer Sitzblockade aufgehalten. Währenddessen wurden wir durch Sprechchöre u.a. als Nazis beschimpft, es wurden uns Mittelfinger gezeigt und der Bus wurde bespuckt sowie mit Eiern und Sprengkörpern beworfen.

Während wir im Bus den weiteren Lauf der Dinge abwarteten wurden wir Zeuge wie vermummte Antifamitglieder andere Ballgäste anrempelten, sie mit Bierflaschen sowie Sprengkörpern bewarfen und bespuckten.

Ungefähr um 20.50 Uhr wurden wir von der Polizei gebeten aus den Bussen auszusteigen und zu Fuß, von der Polizei eskortiert, weiter zur Hofburg zu gehen – die Route sei gesichert. Bereits auf dem Minoritenplatz stellte sich diese Aussage als Irrtum heraus. Trotz der anwesenden Polizei gelang es den zahlenmäßig weit überlegenen Mitgliedern der Antifa bis auf Armlänge an uns heran zu gelangen. Diese Gelegenheit nutzten diese erneut um uns  als Nazis, Nazischweine, Nazibrut, Arschlöcher, Schweine, Scheißdeutsche und die anwesenden Damen als Nazischlampen zu beschimpfen. In Sprechchören wurde angekündigt „Wir kriegen euch alle!“. Weiter wurden wir bespuckt und mit Sprengkörpern beworfen, einem Alten Herrn im Alter von 73 Jahren wurden

Mütze und Brille vom Kopf geschlagen, sowie die Ballkarten aus der Hand gerissen. Es gab Versuche uns zu treten bzw. den Damen auf die Säume der Ballkleider zu treten um diese zu beschädigen.

Es gelang uns zum Glück um ca. 21.10 Uhr eine Polizeiabsperrung zu passieren, bei dieser Gelegenheit versuchten mehrere Mitglieder der Antifa im Schutz unserer Gruppe ebenfalls durch die Polizeiabsperrung zu gelangen, anscheinend um Zugang zum Ball zu erhalten. Als wir die Polizei darauf hinwiesen, dass diese nicht zu unserer Gruppe gehören und diese daraufhin die Passage verwehrten, reagierten die Antifamitglieder extrem aggressiv und beschimpften uns mit den schon bekannten Sprüchen.

Während all dieser Vorfälle war uns schon bekannt, dass eine größere Gruppe von vermummten

Antifamitgliedern versucht hatte das Haus der B! Bruna-Sudetia zu stürmen und dort Feuer gelegt hatte, so dass wir die gesamte Atmosphäre als äußerst bedrohlich empfanden, da wir mit dem schlimmsten rechnen mussten.

 

T.B.

Da ich nicht aus Wien komme, kann ich leider keine Ortsangaben machen.

Wir fuhren mit dem Taxi von Nordosten her auf die Rückseite der Hofburg zu. Als wir uns der Hofburg näherten, gliederten wir uns an einem kleinen Platz in eine lange Schlange weiterer Taxen ein. Hier wurden wir bereits Zeuge, wie anderen Ballgästen, die zu Fuß unterwegs waren, das Couleur vom Kopf gestoßen und diese angepöbelt wurden. Dann wurde die Straße von ca. 25-30 teilweise vermummten, hauptsächliche jugendlichen Personen blockiert. Erst nach ca. 10 Minuten kamen zu den 3-4 Polizeibeamten vor Ort noch 2 weitere mit roten Baretts. Diesen beiden gelang es, die Blockade aufzulösen. Die anderen Beamten hatten vorher keine großen Bemühungen gezeigt.

Als wir dann weiterfuhren, wurden wir von der Polizei angewiesen, durch die Fußgängerzone zu fahren, diese sei frei und sicher.

Jedoch mussten wir feststellen, das auch hier überall kleinere Trupps von Ballgegnern umherzogen und immer wieder die Durchfahrt blockierten, bis endlich ein Trupp von Einsatzkräften den Weg mehr oder weniger frei hielt. An einem abgesperrten Platz an der Hofburg mussten wir (2 Damen, 2 Burschenschafter) dann das Taxi verlassen. Hier wurden wir beschimpft, abgefilmt, und es kam zu einigen herumgestoße, da die „Aktivisten“ versuchten zu verhindern, dass wir hinter die Absperrung kamen. Als ich dann selbst versuchte, den Weg frei zu machen, in dem ich anfing, die Störer beiseite zu schieben, kamen dann auch Beamte und ermöglichten den Durchgang. Von da an kamen wir sicher in die Hofburg.

Insgesamt verlängerte sich unsere Anreise mit dem Taxi durch die verschiedenen Blockaden um ca. 20 Minuten.

 

H.E.

Als Leser des Eckart wurde ich im Vorjahr auf den Ball aufmerksam. Meine Frau und ich tanzen gerne, der Ball paßte in unseren Terminkalender und so gingen wir hin.
Obwohl wir dort t niemanden kannten(ich war nie korporiert) haben wir uns gut unterhalten und den Ball auch für heuer wieder eingeplant.
Letztlich war es vielleicht das ORF Trommelfeuer gegen den Ball, das uns aus demokratiepolitischen Gründen veranlaßte auch heuer wieder den Ball zu besuchen. Im Gegensatz zum Vorjahr war aber eine gesicherte Zufahrt mit dem Taxi nicht möglich. Vor der Albertina war eine Polizeisperre und ein Beamter meinte auf unsere diesbezügliche Frage fast schadenfroh :“Da müssen Sie durch die Demonstranten durch!“Gesagt, getan!  Knapp vor der Nationalbibliothek war eine 2. Sperre, doch dazwischen etwa 30, teils vermummte Demonstranten beiderlei Geschlechts. Wir wurden aus nächster Nähe mit einer Videokamera gefilmt, als Nazischweine, Hure etc. beschimpft und am Weitergehen gehindert. Die Polizei an der 2. Sperre griff nicht ein und wir steckten fest. Zu unserem Glück kam ein Bekannter, Mitglied des Verfassungsschutzes und unter den Demonstranten,  auf uns zu und wollte uns durchschleusen. Auch er wurde aber attackiert und, obwohl an die 100kg schwer, von einem Demonstranten weggetragen. Jetzt endlich griffen die von meiner Gatten herbeigewinkten Polizisten ein, wollten zunächst den Verfassungsschützer verhaften(der Irrtum klärte sich rasch auf) und bildeten schließlich eine „Rettungsgasse“ durch die wir ungehindert durchschreiten konnten- direkt in eine ORF Kamera. Unsere kurze Stellungnahme war dann auch in der ZIB 24 zu sehen.
Der Ball selbst war wieder sehr schön und gut besucht. Leider hatte sich der Beginn um eine gute Stunde verschoben da zahlreiche Besucher Probleme hatten. Sogar Nationalratspräsident Graf erzählte uns wie sein Fahrzeug attackiert worden war.

P.S. Ich hege keinen Groll gegen die Demonstranten, da ihnen nicht bewußt ist, wessen Handlanger sie eigentlich sind. Bedenklich stimmt mich die Tatsache, daß wie in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des Vorigen Jahrhunderts Politik mit dem Mob auf der Strasse gemacht wird. Damals herrschten Not und Elend unter der Bevölkerung. Steht es um Österreich wirklich schon so schlecht?

 

J.A.

Wir waren zunächst mit einer Gruppe von fünfzehn Personen (davon über die Hälfte Damen und einige Nicht-Korporierte) im ersten Bezirk zum Essen in einem Restaurant und sind dann zu Fuß über die Kurrentgasse Richtung Kohlmarkt gegangen. Am Kohlmarkt/Ecke Graben sahen wir die massive Polizeipräsenz und wurden von anwesenden Gegendemonstranten wüst beschimpft. Wir gingen weiter über den Kohlmarkt Richtung Hofburg und wurden von Demonstranten, die fast alle vermummt waren den gesamten Weg wüst beschimpft, angeschrien, gegen unseren Willen gefilmt und bespuckt. Die Polizei schritt allerdings nicht ein und schickte uns zu Beginn des „Spießrutenlaufs“ sogar hinter die Polzeikette zu den Linken (!) bis uns ein Polizist aufforderte, zu unserer Sicherheit auf die andere Seite zu wechseln.

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