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Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache

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Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache

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    Wenn jemand heutzutage in der Welt der Wissenschaften Gehör finden will, muß er in amerikanischen Zeitschriften veröffentlichen, natürlich auf englisch. Das sah früher ganz anders aus; denn Deutsch war seit dem 19. Jahrhundert die führende Sprache der Philo­sophie und der Wissenschaften. Bis ins 17., 18. Jahrhundert hinein hatte Latein diese Stellung, bevor es von neueren Sprachen abgelöst wurde, vor allem vom Deutschen. Um 1800 gab es Gebildete, die aus einem einzigen Grund Deutsch lernten: um Kant zu stu­dieren. Später lasen sie Schelling und Hegel, dann Nietzsche und Schopenhauer, schließ­lich auch Marx und Engels. Man könnte mit nur geringer Übertreibung behaupten: Die Sprache der Philosophie im 19. Jahrhundert war Deutsch.

    Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften war die Lage nicht so eindeutig; fast alles, was moderne Physik im engeren Sinn ausmacht, ist in deutscher Sprache beschrieben und veröffentlicht worden: die Quantentheorie von Planck (1900), die Relativitätstheorie von Einstein (1905), die Formulierung der Quantenmechanik durch Heisenberg (1925) und vieles andere …

    Die Sprache ist immer und notwendigerweise das Gefäß des Denkens, und ohne Sprache läßt sich nicht denken, sondern allenfalls phantasieren. Darum ist es auch kein Zufall, daß die bedeutendsten Philosophien Europas in der Antike in griechischer, in der Neuzeit in deutscher Sprache formuliert worden sind, weil diese beiden Sprachen die jeweils höchstentwickelten Ausdrucksformen ihrer Epoche gewesen sind.

    Wie ist es nun möglich, daß wir jetzt eine Sprache gebrauchen, bei der sich Goethe und Schiller und alle Großen unseres Volkes im Grab umdrehen müßten? Wie man an der schnellen Verbreitung des Lateins im Römischen Reich studieren kann, ebenso an der Ausbreitung des Englischen im British Empire, versuchen die Sieger zu allen Zeiten, ihre Sprache den Besiegten aufzudrängen. Aber es liegt auch am Selbstbewußtsein und Selbstbehauptungswillen dieser, ob sie dem Drängen der Sieger nach- und ihre eigene Sprache und Kultur aufgeben.

     

    Wenn nun also die Deutschen heutzutage ein Kauderwelsch sprechen, das kein Deutsch mehr, sondern eine Art „Denglisch“ ist, so deutet das daraufhin, daß es ihnen an Selbstbewußtsein fehlt. Sicher ist, daß es letztlich an uns selbst liegt, ob wir unsere wunderbare Sprache erhalten oder nicht, ebenso sicher aber auch, daß wir das nationale Selbstbewußtsein wiedergewinnen müssen, um den Wert unserer Muttersprache zu erkennen. Das eine bedingt nun einmal das andere: Ein Volk, das sich aufgibt, wird auch seine Sprache nicht achten; hat es einmal seine Sprache aufgegeben, ist es auch schon so gut wie verloren. (Was sind die Bretonen ohne Bretonisch, die Provenzalen ohne Provenzalisch anderes als Franzosen? Was sind die Lombarden ohne Langobardisch anderes als Italiener?)

    Da nun aber die Deutschen trotz allem immer noch Deutsch sprechen, nicht nur die in Deutschland sondern auch die in Österreich, in der Schweiz, in Süd-Tirol, Siebenbürgen, im Elsaß und sonstwo, hat diese Sprache auch noch eine Zukunft. Sie will freilich gepflegt werden, und das erfordert eine gewisse Anstrengung. ― Dazu aufzurufen und zu ermuntern ist der Hauptzweck diese kleine Schrift.

     

    112 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten. € 8,20; ISBN: 978-3-902350-32-9; Eckartschriften-Verlag

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