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Chlodwig, der Eroberer (1)

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Von Jörg Rüdiger Mayer

Taufe Chlodwig I.; Teilansicht eines Elfenbein-Buchdeckels, Reims 9. Jhd.

Als der 16jährige Chlodwig im Jahre 482 seinem Vater Childerich als König nachfolgte, war die römische Herrschaft in Westeuropa bereits aufgelöst. Ihre Reste bestanden noch in Dalmatien, wo der weströmische Kaiser Julius Nepos regierte, in Nordgallien, wo General Syagrius die übrigen Reichstruppen kommandierte, sowie in Südspanien und Teilen Britanniens. Die Masse des Reichsgebiets beherrschten Germanen: Afrika die Wandalen, die Hauptteile Spaniens und Galliens die Westgoten, im Rhônetal hatten die Burgunder ihr mächtiges Reich, am Oberrhein die Alemannen, in Italien regierten die Söldnertruppen Odoakers. In Deutschland selbst teilten sich zahlreiche Stämme das Land: Nördlich der Donau saßen die Heruler, Rugier, Sueben und Langobarden, in Zentraldeutschland die Chatten und Thüringer, an der Nordsee die Warnen und Sachsen. Chlodwigs Salfranken saßen nach wie vor in Belgien.


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Der Absolutismus begann 1789

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Von Felix Menzel

Wie beeinflußt das Geschichtsbild unsere politischen Vorstellungen? Wir haben da zum Beispiel gelernt, daß im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert in Frankreich ein „Sonnenkönig“ herrschte, der meinte, er höchstpersönlich sei der Staat.

Danach kamen dann die Aufklärung mit ihrem Anspruch, die selbst verschuldete Unmündigkeit des Individuums zu beenden und die Französische Revolution mit ihren Idealen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Der moderne Liberalismus und die Demokratie waren geboren, der Despotismus beendet, und wenn da nicht die bösen Kriege und Nazis gewesen wären, hätten wir in den letzten 200 Jahren einen stetigen Fortschritt erlebt.


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Linker Irrsinn: Nachgeben heißt aufgeben in Raten

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Von Georg Immanuel Nagel

Feindbild Familie

Die linke „Gesellschaftspolitik“ zielt in ihrem Kern immer auf die Auflösung einer funktionierenden, also „bürgerlichen“ Gesellschaft ab, deren Strukturen und Werthaltungen auf der Realität beruhen. Ein Element dieser Zersetzungsarbeit ist seit langem das demonstrative Bemuttern von angeblich „diskriminierten“ Minderheiten, welche instrumentalisiert werden, um das Normale zu diskreditieren. Einen großen Erfolg hat diese Taktik jüngst durch die Durchsetzung der sogenannten „Homo-Ehe“ eingefahren. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn Zugeständnisse an den Zeitgeist führen niemals zu einer Befriedigung der kulturmarxistischen Gesellschaftsingenieure, sondern ziehen nur noch mehr absurde Forderungen nach sich. Ist die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet, so gibt es kein Halten mehr. Dem linken Irrsinn auch nur im Geringsten nachzugeben, heißt letztlich absolut alles aufzugeben, nur eben in Raten.

Über den taktischen Umweg der „Eingetragenen Partnerschaft“ hat nun auch die „Homo-Ehe“ in deutschen Landen Eingang gefunden. Damit wurde ein uraltes Ziel der Marxisten und der nachfolgenden 68er erreicht: Die Vernichtung der „Familie als Keimzelle des Faschismus“ ist wieder ein ganzes Stück vorwärtsgekommen. Der Begriff der Ehe wurde seiner Bedeutung beraubt und die damit verbundene Institution abgewertet und banalisiert.


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Non mortem timemus, sed cogationem mortis

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Von Jörg Rüdiger Mayer

Am 16. Juli 2017 starb George A. Romero, der Erfinder des modernen Zombiefilms. Nahaufnahmen blutender Wunden, austretende Organe, Kannibalismus – das war Romeros Stil. Doch anders als seine vielen Nachahmer wollte er damit nicht „unterhalten“ oder ein primitives Interesse an Blut und Grusel ansprechen. Ihm ging es um die Psychologie der apokalyptischen Situation: um Alltagsmenschen, die sich „verwandelt“ hatten und nun nicht mehr Teil der Gesellschaft waren, sondern diese von innen heraus zerstörten und ihre Mitmenschen anfielen. Bevor der Drehbuchautor und Regisseur ganz vergessen sein wird, seien hier seine wenigen Meisterwerke gewürdigt.


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„Von nun an sei das Untertänigkeitsverhältnis aufgehoben …“

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Im Gedenken des „Bauernbefreiers“ Hans Kudlich zu seinem 100. Todestag

Von Ernst Brandl

Um die „Befreiung“ der Bauern durch Hans Kudlich zu verstehen, muß man sich die soziale Lage der Landbevölkerung vor dem Revolutionsjahr 1848 vergegenwärtigen. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts lebte praktisch die gesamte Landbevölkerung in persönlicher Unfreiheit. Unfrei war das Landvolk wegen der bestehenden Untertänigkeit, die teilweise sogar noch „Leibeigenschaft“ war. In ganz Europa war die Situation praktisch gleich, sie unterschied sich im Prinzip nicht von der in Österreich.


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Deutsche Kulturtage in Schäßburg

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Die lutherische Reformation im Raum Schäßburg

Von 9. bis 11. Juni stand die Schäßburger Altstadt wieder im Zeichen der deutschen Kulturtage. Eine Veranstaltungsreihe, die seit vielen Jahren einen der intellektuellen Höhepunkte im deutschen Raum darstellt.

Bei herrlichem Sonnenschein wurden am Freitagnachmittag vom Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Schäßburg, Stefan Gorczyca, und von Dr. Karl Scheerer von den Stufen des Venezianischen Hauses aus die Deutschen Kulturtage eröffnet.


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Siebenbürgische Identitäten im Wandel

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Von Karl Scheerer

Einleitung
Nach ihrer verheerenden Niederlage am Lechfeld im Jahre 955 erkannten die Magyaren – wie bereits der Staatsgründer Stephan der Heilige seinen Sohn Emmerich in einem „Libellus de institutione morum“, einer Art Fürstenspiegel, ermahnte ,“daß einwandernde „Gäste verschiedene Sprachen und Sitten, verschiedene Lehren und Waffen mit sich bringen, die alle Reiche und den königlichen Hof schmücken und erhöhen, […] denn schwach und vergänglich ist ein Reich, in dem nur eine Sprache gesprochen wird und einerlei Recht gilt“. Diese Grundsätze der Staatspolitik hat das mittelalterliche Ungarn hartnäckig verfolgt, und diese Politik hat dazu geführt, daß speziell in Siebenbürgen, das im ungarischen Staatsverband immer eine Sonderrolle spielte, eine interessante multiethnische Gesellschaft existierte, die bis heute unübersehbar ist.


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„Wenn Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht!“

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Prof. Dr. Reinhard Olt bei seiner Rede in St. Pauls

Rede von Prof. Dr. Reinhard Olt zur Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls am 8. Dezember.

Dies, hohe Gedenkversammlung, ist ein kraftvoller Satz, ein Satz von enormer Wucht.

Er enthält die strikte Aufforderung, zur Tat zu schreiten.

Jene Männer, derer wir heute in würdiger Form gedenken, haben sich zweifellos davon leiten lassen.

In ihrer Überzeugung, für die Heimat aufs Äußerste zu gehen und selbst den Tod in Kauf zu nehmen, konnten sie sich guten Gewissens auf diesen Satz berufen.

Zumal da er nicht von jenen historischen Persönlichkeiten stammte, denen er zugeschrieben worden ist. Ich nenne beispielsweise Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, ich nenne Bertolt Brecht und.

Alles falsch.

Nirgendwo in deren Schriften ist besagter Satz philologisch nachweisbar.

„Wenn Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht“ stammt vielmehr von Papst Leo XIII. Er findet sich in dessen Enzyklika „Sapientiae Christianae“ („Christliche Weisheiten“) vom 10. Januar 1890 und ist die Kurzform der darin enthaltenen längeren päpstlichen Aussage darüber, dass Gesetze eines Staates im Widerspruch zu göttlichem Recht stehen können.


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Hansestädte, Historie und Kaiserbäder – Eine Reise an die deutsche Ostsee

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Von Charles Bohatsch

  

  1. Juli von Prag nach Berlin

Die Tschechei ist zwar unser östlicher Nachbar, aber die Hauptstadt Prag liegt westlicher als Wien. Unser Bus nimmt daher auf der Fahrt zur Ostsee diese nordwestliche Route über Prag. Dort steht die Mittagspause an. Über die mit Engelsfiguren geschmückte Moldau-Brücke erreichen wir den Altstädter Ring, bewundern den Veitsdom mit seinen beiden ungleichen Türmen, die Adam und Eva genannt werden. Dann mischen wir uns unter die Menschenmenge vor dem Altstädter Rathaus, die dort gespannt auf das stündliche mechanische Spektakel der astronomischen Uhr aus dem 15. Jhdt. wartet. Jetzt schlägt sie 12mal, Christus und die zwölf Apostel marschieren über unseren Köpfen langsam vorbei. Ganz oben kräht ein Hahn, und der Sensenmann zeigt sich als schauriges Gerippe, läutet das Zügenglöckchen, kippt die Sanduhr.


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„Herzensangelegenheit Südtirol“

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In der Staatsbürgerschaftsfrage wird sich zeigen, was die seit Jahrzehnten in Österreich gängige Politparole wert ist

Von Reynke de Vos

Die unlängst an der „Unrechtsgrenze“ zwischen Österreich und Italien abgehaltene Brenner-Kundgebung, die das seit bald hundert Jahren unerfüllt gebliebene Selbstbestimmungsverlangen der Tiroler aus Aktualitätsbezug mit der Unterstützung des Unabhängigkeits- und Eigenstaatlichkeitsbegehrs der Katalanen verband, stand just im Zeichen der seit einigen Jahren von Südtirolern geforderten und bislang mit allerlei Ausflüchten vom offiziellen Wien abgelehnten Forderung nach Erteilung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer, Südtirol-Sprecher seiner Partei, ergriff dort das Wort, unterstrich „die große Bedeutung der doppelten Staatsbürgerschaft für die Südtiroler“ und nannte die wünschenswerte Erteilung einen „volkstumspolitischen Meilenstein in der Geschichte des Landes“.


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