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Österreich zwischen westlichen „Werten“ und Islam

Sowohl die westlichen „Werte“ als auch der Islam bedeuten für Österreicher und Deutsche eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Die westlichen Werte haben sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von unseren abendländischen entfernt. Daß sich unsere abendländischen Werte von den islamischen noch mehr unterscheiden als von den westlichen, ist kein Trost. Gelingt es uns nicht, kompromißlos an unseren eigenen Werten festzuhalten und sie sowohl gegen die westlichen als auch gegen die islamischen zu verteidigen, sind wir gut unterwegs, „uns selbst abzuschaffen“.


Mit den abendländischen Werten, fußend auf griechischer Philosophie, Wissenschaft und Kunst, freiheitlichem Staat und Römischem Recht sowie dem Christlichen Sittengesetz, könnten wir uneingeschränkt leben. Die westlichen Werte haben sich aber im Laufe der Zeit, beeinflußt durch die USA und das United Kingdom, wesentlich gewandelt und von unseren abgespaltet. In beiden Ländern trat nämlich infolge einer Mißinterpretation der Lehre  Calvins eine dem christlichen Sittengesetz völlig widersprechende Auffassung der Werte des Christentums auf, welche wesentlich zur Geburt des angloamerikanischen Kapitalismus beitrug. Und dieser schwappte mit der Globalisierung nach Europa über, wo er begann, die mitteleuropäischen Werte in Frage zu stellen und den mitteleuropäischen Wohlstand zu zerstören.

Der angloamerikanische Kapitalismus manifestiert sich durch Privateigentum von Produktions- und Dienstleistungsmitteln, den uneingeschränkt freien Markt, absolutes Gewinnstreben und den Gegensatz zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Ihm gegenüber steht der so genannte rheinisch-japanische Kapitalismus, in welchem  soziale Komponente und Wertschöpfung im Vordergrund stehen.

Calvin lehrte die doppelte Prädestination (Vorausbestimmung): So wie Gott als Allwissender einige Menschen zum Heil auserwählt habe, habe er andere zur ewigen Verdammnis vorherbestimmt. Die zum Heile Auserkorenen würden vor Schicksalsschlägen und Armut bewahrt, während die der ewigen Verdammnis Geweihten  von allen möglichen Übeln heimgesucht würden. Aus dieser Irrlehre ergab sich folgender  Umkehrschluß: Gehe es jemandem gut und sei er gesund und wohlhabend, so müsse er ein guter Mensch sein; werde er jedoch vom Pech verfolgt und sei arm und krank, so müsse er ein Sünder sein, welchen Gott in seiner allwissenden Gerechtigkeit für seine Sünden bestrafe. Mitleid sei daher nicht angesagt.

Die Kombination aus Kapitalismus und dem Glauben, daß jeder, dem es schlecht gehe, ein von Gott bestrafter Sünder sei, führte zwingend zu dem individualistischen und mitleidlosen angloamerikanischen Kapitalismus, welcher bewirkt, daß in den vom Calvinismus beeinflußten Ländern England und USA glänzender Reichtum und bitterste Armut dicht nebeneinander wohnen.

Das angloamerikanische Modell ist ausschließlich durch Profitmaximierung gekennzeichnet. Erreicht wird diese:

1.      Durch kurzfristige Aufnahme bzw. Entlassung von Personal sowie dessen Entlohnung nach dem Prinzip von Nachfrage und Angebot.

2.      Durch Konzentration auf leicht beherrschbare Technologien.

3.      Durch Verlagern von Produktionsstätten ins billigere Ausland sowie Aufgabe von weniger profitablen Produktionssparten.

4.      Durch Vermeidung firmeninterner Personalausbildung.

5.      Management und Belegschaft verstehen einander als Gegner. Das Unternehmen erscheint als Kampfplatz, als Ort der Klassengegensätze.

6.      Infolge der Globalisierung ist es mit der Chancengleichheit Arbeitgeber – Arbeitnehmer vorbei, da es nur den „Multis“ gelang, sich international zu vernetzen, den Arbeitnehmervertretern jedoch nicht.

Daß es auch anders ginge, zeigt uns das rheinisch-japanische Modell:

1.      Gewinnmaximierung durch anspruchsvolle Wertschöpfung zu erreichen und vermittels dieser den Mitarbeitern sichere und angemessene Einkommen zu verschaffen.

2.      Keine Auslagerung von Produktionsstätten ins „billigere“ Ausland.

3.      Die Ausbildung zu hochqualifizierten Mitarbeitern im eigenen Unternehmen hat hohe Priorität.

4.      Der Zusammenhalt Arbeitgeber – Arbeitnehmer führt dazu, daß in schlechteren Zeiten alle Firmenangehörigen Einbußen bei ihren Einkommen akzeptieren.

5.      In solchen Unternehmen gibt es keine Arbeitskämpfe; folglich sind auch Gewerkschaften entbehrlich.

Leider haben sich Deutschland und Österreich nach dem Berliner Mauerfall vorwiegend dem angloamerikanischen Kapitalismus verschrieben, dessen Folgen wir immer deutlicher zu spüren bekommen.

Nicht minder gefährlich ist die Bedrohung unserer Völker durch den Islam. Der deutsche Islam-Experte Dr. Hans-Peter Raddatz weist auf die Gefahren hin, welche den Deutschen drohten, wenn die islamische Zuwanderung nicht gestoppt werde, da der Islam Schwierigkeiten habe, sich an die Regeln einer Mehrheitsgesellschaft zu halten und nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie mit hohem Geltungsanspruch sei. Was die Leitkultur betrifft, hat Raddatz für auffallend milde Urteile deutscher Gerichte für Straftaten, welche von Moslems in Deutschland begangen wurden, den Ausdruck Lex Islam geprägt. Z.B. war der „Ehrenmord“ eines Moslems an seinem Nebenbuhler einem deutschen Gericht nicht mehr als acht Jahre Gefängnis wert; Mord setze nämlich ein besonders niedriges Motiv voraus, welches aber im vorliegenden Fall nicht gegeben sei, da es im Kulturkreis des Täters eben üblich sei, einen „Schänder der Familienehre“ umzubringen.

Auch österreichische Gerichte ahnden Straftaten, wie z.B. Ehrenmorde mit den geringst möglichen Strafen. Daß im islamischen Kulturkreis Ehrenmorde als Kavaliersdelikte gelten, aber Steinigungen durchaus üblich sind, sei hier nur am Rande vermerkt. Dazu meine Stellungnahme:

Was Moslems in Ländern ihres eigenen Kulturkreises als Recht oder Unrecht empfinden, und wie sie damit umgehen, ist allein ihre Sache. Wenn sie aber zu uns nach Mitteleuropa kommen und dort auch bleiben wollen, haben sie sich voll und ganz unserer Lebensart und unserem Rechtsempfinden anzupassen! Winfried Schuberth

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Info:
Österreich zwischen westlichen „Werten“ und Islam ist Beitrag Nr. 427
Autor:
huettner am 18. Januar 2011 um 12:31
Category:
Volkstum
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