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Moscheebauten bedienen die Parallelgesellschaft

„Wir wissen nicht, was hinter den Mauern der Gebetshäuser passiert“

von Ernst Brandl

Von der Politik „schöngeredet“ und von der Mehrzahl der Medien schamhaft verschwiegen, verbreitet sich in Österreich eine fundamentalistisch-islamische Parallel-gesellschaft. Den Muslimen in Österreich geht es nicht um Integration.

Die „unbequemsten“ Wahrheiten liegen bekanntlich oft zwischen den Zeilen. Der Tageszeitung „Die Presse“ blieb es vorbehalten, eine dieser unbequemen Wahrheiten zu thematisieren. In einem Gastkommentar Anfang Oktober attestierte Amer Albayati, Experte für Islamfragen und arabische Politik sowie Mitbegründer der Initiative Liberaler Muslims Österreich, der größten türkischen Vereinigung Österreichs, der ATIB, daß diese „von der Türkei ferngesteuert“ und „an der Integration der Muslime in Österreich nicht interessiert“ sei. Der Aufschrei der Medien und der Politik ob dieser manifestierten (türkischen) Integrationsunwilligkeit hielt sich in Grenzen. Integrationsunwillige Muslime? Cui bono?

Was in Wien die Türken, sind in Graz die Bosniaken. Am Beispiel der steirischen Landeshauptstadt lassen sich die muslimischen – diesmal bosnischen – Gegenwelten idealtypisch verdeutlichen. Unter der Schirmherrschaft eines ÖVP-Bürgermeisters dürfen dort bosnische Muslime ihr „Kulturzentrum“ verwirklichen, das als größte islamische Religionsausübungsstätte im südöstlichen Mitteleuropa geplant ist. Die Präsentation des von den zuständigen Ämtern der Stadt Graz begleiteten Architekturwettbewerbergebnisses für das „Kulturzentrum“ mit Moschee und Minarett offenbarte die Dimension des geplanten Bauvorhabens.

Grundriss

In vier Bauabschnitten soll für acht Millionen Euro (!) ein „Kulturzentrum“ entstehen. Die bosnische „Community“ (rd. 5000 Personen lt. Statistik Graz) hatte erst letztes Jahr das Grundstück – rd. 14.000 m² aus Stadteigentum (!) – um kolportierte zwei Millionen Euro erworben. Auf ein Minarett – mit 22 Metern Höhe nicht gerade unauffällig, wird entgegen langjährigen Beteuerungen nun nicht verzichtet. Es wird ja ein „stummes“ sein, denn „Muezzin soll keiner rufen“. Dem Moscheebau (Fassungsvermögen 1000 Gläubige) wird dann der Bau eines Verwaltungs- und Bibliothekstraktes folgen sowie ein Kindergarten und eine Schule mit einem Jugendzentrum. Dazu ein Restaurant mit Gastgarten, Mietflächen für Geschäfte und Büros sowie Wohnungen und schließlich eine Mehrzweckhalle. Den Baubeginn erhoffen die Bosniaken noch im Jahr 2012. Quasi „Little Sarajevo“ in Graz!

Der Vertreter der bosnischen Muslime in Graz beteuert, daß die Moschee „offen für alle“ sein werde, und VP-Bürgermeister Nagl – übrigens stadtbekannter braver Kirchgänger – hat seine Skepsis gegenüber Moscheebauten längst über Bord geworfen. Sprach er noch 2005 von Graz als „Bollwerk gegen das Türkentum“ und 2008 davon, daß es „Moscheebauten mit turmhohen Minaretten“ in Graz nicht geben werde, so wirbt nun Nagl um „Respekt“ für die 18.000 „Muslime und Musliminnen“ in Graz – schließlich sei Graz auch „Menschenrechtsstadt“.

Der steirische Sicherheitsdirektor sieht das freilich anders: „Es gibt in Graz 17 Gebetshäuser und 17 Vereine, denen Muslime aus verschiedensten Ländern angehören. Die Religionsausübung erfolgt auf Vereinsbasis. Wir wissen nicht, was hinter den Mauern der Gebetshäuser und innerhalb der Vereine passiert“, referierte er erst kürzlich in einer Grazer Gratis-Zeitung. Ins Bild paßt zudem, daß neben  der Landessicherheitsdirektion auch Stellen des Innenministeriums davor gewarnt haben, daß sich rund um die Grazer bosnisch-muslimische Gemeinde eine radikale fundamental-muslimische Zelle gebildet habe, die von dubiosen Hintermännern gelenkt werde. Die gewollte Abschottung der Muslime in Graz ist also beileibe keine Wahnphantasie, keine unbestimmte Fremdenfeindlichkeit, sondern amtlich festgehaltene Tatsache!

Erfahrungen deutscher Städte haben jedenfalls gezeigt, daß Moscheen den Zuzug weiterer Muslime und somit das Entstehen einer starken, in sich geschlossenen, muslimischen Parallelgesellschaft fördern. Während sich also in fast allen europäischen Großstädten offenbart, daß multiethnische Ballungsräume der größte Nährboden für Konflikte und Auseinandersetzungen sind, glaubt man in Graz, über derartige Probleme erhaben zu sein und liefert mit diesem Moscheebau kommende Generationen einem wahrscheinlich nicht zu lösenden ethnisch-sozialen Spannungsfeld aus.

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