Loading the content... Loading depends on your connection speed!

Linker Irrsinn: Nachgeben heißt aufgeben in Raten

Von Georg Immanuel Nagel

Feindbild Familie

Die linke „Gesellschaftspolitik“ zielt in ihrem Kern immer auf die Auflösung einer funktionierenden, also „bürgerlichen“ Gesellschaft ab, deren Strukturen und Werthaltungen auf der Realität beruhen. Ein Element dieser Zersetzungsarbeit ist seit langem das demonstrative Bemuttern von angeblich „diskriminierten“ Minderheiten, welche instrumentalisiert werden, um das Normale zu diskreditieren. Einen großen Erfolg hat diese Taktik jüngst durch die Durchsetzung der sogenannten „Homo-Ehe“ eingefahren. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn Zugeständnisse an den Zeitgeist führen niemals zu einer Befriedigung der kulturmarxistischen Gesellschaftsingenieure, sondern ziehen nur noch mehr absurde Forderungen nach sich. Ist die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet, so gibt es kein Halten mehr. Dem linken Irrsinn auch nur im Geringsten nachzugeben, heißt letztlich absolut alles aufzugeben, nur eben in Raten.

Über den taktischen Umweg der „Eingetragenen Partnerschaft“ hat nun auch die „Homo-Ehe“ in deutschen Landen Eingang gefunden. Damit wurde ein uraltes Ziel der Marxisten und der nachfolgenden 68er erreicht: Die Vernichtung der „Familie als Keimzelle des Faschismus“ ist wieder ein ganzes Stück vorwärtsgekommen. Der Begriff der Ehe wurde seiner Bedeutung beraubt und die damit verbundene Institution abgewertet und banalisiert.

Sichtet man den uniformen Blätterwald, so könnte man meinen, daß „endlich“, nach langem und zähem Kampf, etwas „erreicht“ wurde, das wirklich vielen Menschen ein ganz großes Bedürfnis zu sein schien. Ach, welch große Last muß Abermillionen Zeitgenossen mit dieser epochalen Umwälzung von den Schultern genommen worden sein! Endlich haben diese armen Seelen Ruhe und Frieden gefunden und können sich nun ungetrübt ihres Daseins erfreuen. Doch die Realität schaut natürlich ganz anders aus. Wie die Erfahrung in anderen westlichen Staaten zeigt, werden bloß eine Handvoll Homosexuelle auch wirklich „heiraten“ wollen. Auch die Stellungnahmen der meisten Schwulen- und Lesbenorganisationen haben im Wesentlichen den gleichen Tonfall: Wieder ist ein kleines Stückchen geschafft, doch jetzt geht es erst richtig los!

Das nächste Projekt ist das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Natürlich soll schnellstmöglich auch die künstliche Befruchtung für Lesben ermöglicht werden. Die sogenannte „Leihmutterschaft“ oder „Mietmutterschaft“, bei der eine Frau dafür bezahlt wird, künstlich befruchtet zu werden, ein Kind auszutragen und dieses dann gleich nach der Geburt an Schwule abzugeben, befindet sich ebenso bereits im Anmarsch und wird mancherorts, z.B. in den USA, schon praktiziert.

Auch nach der „Homo-Ehe“ ist die Diskussion darüber, was denn das Wesen einer Ehe sei, noch lange nicht abgeschlossen. Der nächste Schmäh heißt „Polyamorie“. Nein, damit ist nicht die von manchen Mohammedanern betriebene Vielweiberei gemeint, sondern ein durchaus neumodisches Konzept. Warum sollte man sich im Feld der Romantik und Sexualität auf bloß eine Person beschränken? Man kann doch so viele Menschen gleichzeitig „lieben“ wie man will.

Das läuft dann in etwa so ab: Sandra ist mit Peter zusammen, doch Sandra hat auch gerne Sex mit Kevin. Dieser ist gar nicht eifersüchtig, denn er ist ja ohnedies „bi“ und vergnügt sich auch immer wieder mit Dieter, den auch Sandra öfters gerne einlädt, um zusammen mit ihrer Freundin Michaela einen Dreier zu machen. Das Ganze ist natürlich nicht einfach nur eine große Hurerei, sondern auch eine Form der innigen und ernsten Beziehung voller wahrer Hingabe und Innigkeit. Die Propaganda für dieses „Lebenskonzept“ läuft schon auf Hochtouren, und es gibt bereits Wortmeldungen, welche die Frage stellen, warum man nicht auch diese „Gemeinschaften“ irgendwie ins Familienrecht einbauen sollte? Ein Sorgerecht von drei und mehr Personen für ein Kind wurde auch schon laut angedacht.

Ohne alles gleichsetzen zu wollen sei hier auch erwähnt, wo derlei Denken irgendwann endet: Wie das Magazin „Stern“ berichtet, forderte jüngst der Jugendverband der schwedischen Liberalen die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie. Man plant, es zu ermöglichen, seinen Körper zum Zwecke der Schändung zu „vererben“, denn „die Gesetzgebung“ könne „nicht auf Ekel basieren“. Jeder solle selbst entscheiden dürfen, was mit seinen sterblichen Überresten passiere. Auch Inzest möchte man für Personen über 15 Jahren legalisieren, denn auch dies wäre ja schließlich eine Privatsache, die sonst niemanden etwas anginge.

Die Berufung auf die unbedingte Legitimität einer „individuellen Entscheidung“ mit der Einschränkung, daß dadurch niemand anderem geschadet werden dürfe, ist der große Denkfehler, der allen solchen Auswüchsen gemein ist. Sittlichkeit und Moral haben ihren Ursprung eben in der Gemeinschaft, und Würde und Anstand eines Kulturvolkes sind Werte, die wichtiger sind als persönliche Gelüste. Diese zu wahren, ist Aufgabe des Staates und sonst nichts.

Leave a Comment