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Leitartikel November

Die Eurokrise erfaßt immer mehr Länder – Griechenland, Irland, Portugal und jetzt Italien

von Thomas Hüttner

Ein weiteres Mal wurde die Kreditwürdigkeit Italiens durch die Bewertungsagentur Moody`s hinuntergestuft. Die Staatsanleihen Italiens wurden von AA2 auf A2 mit negativem Ausblick gesenkt. Hintergrund dieser Abwertung ist ein Sparpaket über 45,5 Mrd. € und das damit verfehlte Wachstumsziel für dieses Jahr und die schlechte Prognose für 2012. Die Bonitätseinstufung der Bank Austria Mutter Unicredit wurde gemeinsam mit jener der Intesa Sanpaolo von AA3 auf A2 abgesenkt.

Begründet wurde dieser Schritt mit der Abstufung Italiens und einer voraussichtlich geringeren Unterstützung für die Unternehmen des Landes seitens der Regierung.

Dies hat auch negative Auswirkungen auf die Bank Austria als Tochter der Unicredit und damit auch für Österreich. Die fehlende Möglichkeit, die eigene Währung abzuwerten, führt auch in großen Ländern wie Italien zu Problemen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sitzt auf einem Schuldenberg von rund 1,9 Billionen €. Das sind 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung – nur Griechenland ist noch höher verschuldet.

Nächster Kandidat dürfte Frankreich sein. Ein Verlust der Einstufung „AAA“ scheint absehbar zu sein, eine Rettung á la Griechenland aufgrund der Größe des Landes unmöglich.

Eine Neuordnung der Eurozone ist unumgänglich, ein Ausstieg der finanzstarken Länder, wie von den Professoren Mann, Meyer und Henkels gefordert, notwendig.

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