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„Leichte Sprache“ – Staatlich gefördertes Idiotendeutsch zur Verblödung der Bürger

Von Georg Immanuel Nagel

Eine abgespeckte Version des Deutschen, die unter dem Begriff „Leichte Sprache“ firmiert, soll staatlicherseits eingeführt werden, um geistig Beeinträchtigten und vor allem Ausländern zu helfen, die nicht wirklich Deutsch lernen wollen. Bei immer mehr öffentlichen Einrichtungen, vor allem in der BRD, kommt das jetzt zur Anwendung. Ein anderer Grund für diese Volksverblödungsmaßnahme dürfte wohl aber auch der Wunsch der „Eliten“ sein, sich ein möglichst intellektuell einfältiges Stimmvieh heranzuzüchten. Die Deutschen als Nation der „Dichter und Denker“ sind Geschichte. Nun kommt das Land der Zurückgebliebenen und Lernunwilligen.

Das „Bundesministerium für Arbeit und Soziales“ hat einen Ratgeber für „Leichte Sprache“ herausgegeben. Doch warum das Ganze? „Leichte Sprache ist wichtig. Viele Menschen verstehen schwere Sprache nicht. Das ist zum Beispiel schwere Sprache: Fremdwörter. Fachwörter. Lange Sätze.“ Natürlich soll das Ganze auch der „Inklusion in Unternehmen und Institutionen“ dienen. Doch auch die „Leichte Sprache“ ist gar nicht so simpel: „Leichte Sprache sieht einfach aus. Aber Schreiben oder Sprechen in Leichter Sprache ist oft ganz schön schwer. Man muß auf viele Regeln achten.“

Es fängt schon einmal mit dem empfohlenen Schriftsatz an, der hier leider nicht im Original wiedergegeben werden kann, weil sich dann dieser Artikel über das ganze Heft erstrecken würde. Man soll nämlich bei einem möglichst großen Zeilenabstand immer nur einen kurzen Satz pro Zeile schreiben. Der Genitiv ist zu vermeiden. Statt „Das Haus des Lehrers“ soll man besser „Das Haus von dem Lehrer“ sagen. Auch der Konjunktiv steht nicht hoch in Kurs. Als Ersatz für „Morgen könnte es regnen“ wird „Morgen regnet es vielleicht“ empfohlen. Ebensowenig sind genaue Angaben gefragt. So soll man etwa statt „1867“ einfach „vor langer Zeit“ oder „vor mehr als 100 Jahren“ schreiben. Die Formuliervorschrift enthält noch viel mehr solcher kurioser Regeln.

Bei den Parteien ist das Konzept jedenfalls bezeichnenderweise schon angekommen. So haben viele bereits ein Programm in „Leichter Sprache“, was wohl viel über die Funktionsweise der modernen Massendemokratie aussagt. Hochtrabende Pläne verkündete beispielsweise das Programm der CDU zur letzten Bundestagswahl im Abschnitt „Sicherheit“: „Wir wollen: Mehr Überwachung. Mit Kameras. Verbrecher sollen mehr Angst haben. Davor, daß sie gefaßt werden. Und davor, daß sie bestraft werden.“ Sprachverbrecher müssen sich leider noch nicht fürchten.

Endlich wird einmal auch Merkels Europapolitik verständlich erklärt: „Deutschland ist ein Land in Europa. Europa ist ein Erdteil mit vielen Ländern. Seit vielen Jahren arbeiten einige Länder aus Europa zusammen. Das nennt man Europäische Union. […] In den meisten Ländern in Europa bezahlt man mit dem gleichen Geld: Mit dem Euro. Der Euro ist stark, wenn die Wirtschaft stark ist. Dann können wir auch in anderen Ländern viel kaufen. Zum Beispiel in Amerika. Oder in Rußland.“

Das „leichte“ CDU-Programm gibt aber wenigstens unumwunden zu, daß eine andere staatlich verordnete Sprachumerziehungsmaßnahme, nämlich das unsägliche „Gender“-Deutsch, nicht sinnvoll sei: „Wir schreiben hier immer nur die männliche Form. Zum Beispiel: Wir schreiben nur: Lehrer. Und nicht: Lehrer und Lehrerinnen. Wir meinen aber auch alle Frauen. Das machen wir, weil man den Text so besser lesen kann.“ Vermutlich hätten sich ohne diese Einleitung wohl viele, die auf die „Leichte Sprache“ angewiesen sind, schrecklich „diskriminiert“ gefühlt.

Auch der grüne Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter wendete sich auf seiner Homepage in „Leichter Sprache“ an die Bürger: „Solaranlagen sind gut, weil sie uns Strom oder warmes Wasser bringen – aber der Umwelt nicht schaden. Ich habe auch im Bayerischen Landtag mitgearbeitet. Bei zwei Abgeordneten. Abgeordnete sind Politiker, die bei Wahlen gewählt werden. Seit 2005 bin ich auch ein Abgeordneter. In Berlin, im Bundestag.“ Der Autor dieser Zeilen erlaubt sich an dieser Stelle, einen Vorschlag zur Zusammenfassung der gesamten Ideologie der Grünen zu machen: „Alle sind Nazis. Wir nicht. Wir sind gut.“

„Üben Sie Leichte Sprache. Immer wieder. Und wieder. Es ist viel Arbeit. Aber es lohnt sich“, meint der fürsorgliche bundesrepublikanische Staat. Damit wird faktisch zur mentalen Selbsteinübung der Debilität aufgerufen. Jeder, dem die deutsche Kulturnation am Herzen liegt, muß sich gegen diesen Blödsinn zur Wehr setzen! Wer nicht die intellektuellen Fähigkeiten besitzt, um einen normalen Text zu lesen, braucht eigentlich gar nicht erst wählen zu gehen, und ein Ausländer, der zu faul oder zu dumm ist, um unsere Sprache richtig zu lernen, soll bitte einfach zu Hause bleiben. Dies zeigt wieder einmal, daß das linke „Ideal“ einer Gesellschaft von „Gleichen“ auf lange Sicht nur zu einer fatalen Nivellierung nach unten führt.

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