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Kopfschütteln über den Kopftuch-Sager

Von Laila Mirzo

Lieber Herr Präsident Van der Bellen!

In Ihrer Wahlkampfkampagne haben Sie mit dem Slogan „Wählen! Nicht wundern.“ geworben. Nun, wir haben gewählt, aber wir müssen uns über Sie schon sehr wundern. Sie haben versprochen, „Präsident aller Österreicherinnen und Österreicher zu sein“ und sich nach bestem Wissen und Gewissen, mit Herz und Verstand, „ausschließlich für das Wohlergehen unserer Heimat einzusetzen“. Das waren Ihre Worte, das war Ihr Versprechen.

Jetzt sagen Sie, daß noch der Tag kommen werde, „wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen, alle, aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.“

Lieber Herr Präsident, Sie haben Ihr Wort gebrochen! Mit dieser Aussage sind Sie den österreichischen Frauen und Mädchen böswillig in den Rücken gefallen! All jenen Frauen, die von ihren Vätern, Brüdern und Ehemännern gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen und all jenen Frauen, die keine Musliminnen sind.

Das Kopftuch im Islam ist nämlich kein harmloses Stück Stoff, das nur den Glauben an Gott verkörpert, es ist ein Symbol der Unterdrückung und der Apartheid. Ja, der Apartheid! Der Islam klassifiziert die Menschen in zwei Klassen, in Muslime und in Ungläubige. Der Islam entmenschlicht alle Nichtmuslime und degradiert sie zu Tieren:

„Schlimmer als das Vieh sind die Ungläubigen“ Koran 8/55

Schlimmer noch, er ruft zur Verfolgung und Vernichtung aller Ungläubigen auf, bis sich die gesamte Menschheit dem Islam unterwirft:

„Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung mehr gibt und die Religion Allahs ist“ Koran 2/193

Das islamische Kopftuch ist eine ideologische Uniform. Schon zu Zeiten Mohammeds diente es als Zeichen der Zugehörigkeit zu seiner Gemeinde. Es zeigte optisch, wer Freund und wer Feind war.

„O Prophet, sprich zu deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Weibern der Gläubigen, daß sie sich in ihren Überwurf verhüllen. So werden sie erkannt und werden nicht verletzt. Koran 33/59

Wirklich wahr? So werden die Frauen also als Musliminnen erkannt und werden von den muslimischen Männern nicht verletzt, also verschont? Gegenfrage: Was passiert denn mit den unverschleierten, ungläubigen Frauen? Ach ja, stimmt, das wurde ja schon in Köln zu Silvester 2015 eindrucksvoll demonstriert. Die Frauen der Ungläubigen sind nämlich Freiwild, eine legitime Kriegsbeute, die den muslimischen Männern zusteht.

Das Kopftuch ist die Manifestation der Unterdrückung. Im islamischen Weltbild ist die Frau ein minderwertiges Wesen, dem Manne untertan. Die Frau wird zum Sexobjekt degradiert, ihre Haare, ihre Weiblichkeit werden als sündhaft deklariert.

In einer Gesellschaft, in der keine Frau um ihre Sicherheit fürchten muß, wenn sie unverschleiert auf die Straße geht, hat das Tragen eines Kopftuches jede Legitimation verloren, es sei denn, es diene einem religiös-politischen Statement. Alice Schwarzer meinte: „Das Kopftuch hat seine Unschuld verloren!“, und da stimme ich ihr bedingungslos zu; das Kopftuch ist zum Wahrzeichen einer radikalen Ideologie mutiert.

Ich habe ein Problem mit dem Kopftuch! Nicht, weil ich jemanden diskriminieren will, sondern eben weil ich gegen jegliche Diskriminierung bin. Denn wird eine Frau zum Tragen des Kopftuchs gezwungen, liegt es wohl auf der Hand, warum ich ein Problem damit habe. Die Frau wird in ihrer Selbstbestimmung entmündigt, ihre Sexualität dämonisiert.

Trägt eine Frau das Kopftuch freiwillig, dann habe ich erst recht ein Problem damit. Mit dem Kopftuch und mit der Frau. Diese Frau grenzt sich bewußt von uns „Ungläubigen“ ab und grenzt damit die Frauen ohne Kopftuch aus.

Sie sendet eine klare Botschaft aus: „Ich bin rein, und du bist unrein! Mich liebt Gott, dich nicht! Ich bin rechtschaffen, während du eine Strafe verdient hast!“

In den Augen vieler muslimischer Männer ist eine Frau mit Kopftuch sittsam und ehrbar, während die freizügig gekleidete Frau der Ungläubigen oft als „Hure“ tituliert wird, allein weil sie ohne männliche Begleitung ausgeht. Auch ich wurde schon auf der Straße angesprochen, ich solle mich „bedecken“.

Wo soll dies alles noch hinführen? Wollen wir tatsächlich fundamentale Menschenrechte und liberale Grundwerte aufgeben, nur um nicht die Befindlichkeit unaufgeklärter Ignoranten zu stören?

Mein lieber Herr Bundespräsident. Denken Sie in Zukunft nach, bevor Sie etwas sagen! Oder noch besser: Treten Sie zurück und geben Sie dem Amt seine Würde wieder. (DE Juni/2017)

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