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Kärnten – etwas Besonderes in Europa

Die 91. Wiederkehr des Tages der Kärntner Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 gibt  Anlaß, Hintergründe und Bedeutung dieses historischen, aktuellen und zukunftsträchtigen Ereignisses zu beleuchten.     

In fast aussichtsloser Lage waren trotz vier Jahren Weltkrieg und bitterster Not Kärntner aus allen Bevölkerungsschichten gegen den militärischen Überfall der Süd(=Jugo)slawen und den versuchten Landraub angetreten, um ihre Heimat zu erhalten. Der bekannte Abwehrkampf gegen den Aggressor bewirkte ein in dieser Zeit einmaliges Ereignis: Die Siegermächte wurden durch die Kämpfe auf die Kärntner Problematik aufmerksam und beschlossen entgegen ihren geplanten Vorhaben, eine Volksabstimmung anzusetzen. So haben sich die Kärntner als einzige in Europa das so propagierte Selbstbestimmungsrecht über ihre Heimat erstritten!

Es waren harte Zeiten für die heimattreuen windischen und deutschen Kärntner in dem vom SHS-(Srbski, Hrvatski, Slovenski)-Militär hermetisch abgeriegelten Südkärnten, wo alle Deutschkärntner Führungspersönlichkeiten vertrieben, inhaftiert, verschleppt und die Menschen drangsaliert worden waren. Trotzdem wurde der „Kampf um die Herzen“ gewonnen, das Volksabstimmungsergebnis mit knapp 60%  ist ein bleibender Erfolg für Kärnten.

Nicht nur die Parlamentsadresse: „Das werden wir den Kärntnern  nie vergessen!“ zeigt das Erkennen der Bedeutung dieses Erfolgsereignisses.

Für Kärnten bedeutete es das Erringen der Freiheit und Befreiung  von einem kulturell fremden und feindlichen Aggressor.  Wurde doch dadurch den Kärntnern aller Zungen auch ein grausames Erleben der Unfreiheit unter tito-kommunistischer Diktatur und vor allem ein fürchterliches  Schicksal ähnlich den Donauschwaben, Untersteirern, Gottscheern mit Vertreibung, Verschleppung, Genozid erspart! Es bedeutete aber auch das Bewahren der Landeseinheit, hätte doch bei einem negativen Ergebnis ein Verlust auch Mittelkärntens an Jugoslawien gedroht. Wurde doch so das wunderschöne Südkärnten südlich von Wörthersee und Drau dem Land – und dem Staat! –  erhalten!

Für den jungen Staat Deutsch-Österreich (dieser selbst gewählte Name wurde ja vom  Sieger-Diktat verboten!)  bedeutete dieser erste erkämpfte demokratische Selbstbestimmungsakt  die einzige Zustimmung eines Bundeslandes. Wollten doch andere damals abstimmungsmäßig woanders hin (Vorarlberg zur Schweiz, Tirol zu Deutschland, u.a.).

Von großer Bedeutung ist doch wohl auch, daß Kärnten durch dieses Erfolgsergebnis  dem deutschen Kulturraum dauerhaft erhalten blieb; sind doch andere damalige  Abstimmungsgebiete wie z.B. Schlesien und Ostpreußen unter fremde Herrschaft gekommen.  Besonders wichtig erscheint das Kärntner Ergebnis des 10. Oktober 1920 auch für Europa: Wurde doch dadurch die Karawankengrenze als Staatsgrenze gesichert! Siehe Ost-West-Konflikt. Und nicht zu vergessen: Schengengrenze oder die Kämpfe an dieser Grenze beim Zerfall des Kunststaates Jugoslawien. Daß trotz des dzt. Friedens und der EU die Kärntner den zweimaligen (1918 und 1945) versuchten Landraub durch die Südslawen nicht vergessen haben, kann man ihnen wohl nicht verübeln. Wurde das doch sonst nirgendwo mitgemacht.

Daß das Eintreten für die Heimat auch in fast aussichtsloser militärischer Lage sinnvoll war, war nicht nur damals beispielhaft, sondern ist es bis heute, gerade in Europa: Ist doch eine von der ganzen Bevölkerung landesweit getragene  Abwehr gegen fremde  Aggression sonst nirgendwo erfolgt, weswegen unter anderem z.B. Süd-Tirol, Untersteiermark, Sudetenland unter fremde Herrschaft kamen, woran auch heute noch in europäischem Konnex gelitten wird: Siehe Problematik Autonomie und Selbstbestimmungsrecht, Nichterfüllung des Österreichisch-Slowenischen Kulturabkommens, u.a.m.

Somit ist dieses beispielhafte Erfolgsergebnis der Volksabstimmung  vom 10. Oktober ein wahrhaftiger Grund zum Feiern. So soll es bleiben, und das wird gut sein!  Bruno Burchhart

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