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Die Schlacht

von Patrick Rambaud

Gelesen von Hubert Erhart

Suhrkamp Verlag, Berlin 2002, 319 Seiten, Preis auf Anfrage

Ein Sturm bricht los! Im Jahre 1809, am 21. und 22. Mai geraten die größten Armeen Europas bei Aspern und Essling vor den Toren Wiens aneinander. Auf der einen Seite Napoleon Bonaparte, auf der anderen der Generalissimus Erzherzog Karl von Österreich. Hier stehen einander 60.000 Mann auf französischer und 75.000 Mann auf österreichischer Seite gegenüber. Diese Schlacht kann als das erste große Blutbad des modernen Krieges betrachtet werden, etwa 50.000 Soldaten ließen auf den Feldern und in den Donauauen ihr Leben.

„Ich werde Sie mit all den Greueln, allen Schönheiten eines Schlachtfeldes vertraut machen… Sie werden sich durch den Rauch hindurchlesen, und wenn Sie das Buch wieder zuschlagen, sollten Sie… die Schlacht in Erinnerung behalten, als wären Sie dabeigewesen“. Diese Worte stammen aus der Feder des zeitgenössischen Autors Honoré de Balzac, welcher seine Schilderungen aber nie zu einem Buche zusammenfassen konnte. Die Dokumente hierzu nahm der Schriftsteller Rambaud auf und schuf eine Stimmung des Krieges aus der Sicht der französischen Märschälle, Offiziere und einfachen Soldaten. So wird zum Beispiel geschildert, wie der französische Arzt in einem Metallwarengeschäft im besetzten Wien seine Sägen kauft…

Man taucht ein in eine grausame Welt des Krieges, in die Leiden der Bevölkerung, in die Bestialität des Menschen in einer entmenschten Umwelt, in die Tapferkeit und den Mut, aber auch in die Genialität Napoleons  und seiner Offiziere. Wie bei schlimmstem Wetter und Hochwasser die Donau übersetzt wurde und so seine riesige Armee unter großen Verlusten über Stege und Brücken ans andere Ufer gelangte.

Auch wenn Bonaparte diese eine Schlacht verloren hat, den Krieg in Österreich hat er kurze Zeit später am nahezu selben Schlachtfeld bei Deutsch Wagram gewonnen.

Patrick Rambaud, geboren 1946, ist Mitbegründer der Zeitschrift Actuel und verfaßt neben seinen Romanen Drehbücher und Theaterstücke.

Für das Buch „Die Schlacht“ wurde er mit dem Romanpreis der Académie Francaise und dem Prix Goncourt ausgezeichnet.      Bestellung

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Info:
Die Schlacht ist Beitrag Nr. 639
Autor:
huettner am 20. Mai 2011 um 06:35
Category:
Gelesen
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