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Der Bergtourismus in Siebenbürgen/Rumänien 1945 – 1990

von Manfred Kravatzky

DAV, Heidelberg 2011, mit vielen s/w und Farbbildern, 256 Seiten € 21,-

Daß nach all den Tragödien und Verwerfungen trotzdem so ein Buch mit 40 gut lesbaren Beiträgen vorgelegt wird, ist überaus erfreulich. Die Eckpunkte – 1945 Deportation der arbeitsfähigen Frauen und Männer in die Sowjetunion, und 1990 die „Wende“, verbunden mit der Auswanderung sehr vieler Siebenbürger Sachsen aus ihrer Heimat in die BRD – haben sich angeboten. Der Herausgeber hat erfolgreich die Vielfalt der trotz allem erbrachten Leistungen, aber auch der Voraussetzungen dargelegt.

Eine anderswo nicht so starke Voraussetzung war die vorbildliche Befassung der deutschen Schulen mit den Bergen in den vielfältigsten Formen. Eltern, Lehrer und Schüler haben Menschen und Berge zusammengebracht. Die Beiträge vermitteln ein sehr gutes Gesamtbild.

Der 1945 entschädigungslos enteignete und aufgelöste „Siebenbürgische Karpatenverein“ hat während seines Bestehens die vielfältige Berglandschaft so erschlossen, wie in den Alpen üblich: mit Wegen und Hütten. Die Sektion Karpaten im Deutschen Alpenverein führt das geistige Erbe weiter und hilft auch vor Ort. Das Buch ist sowohl für Kenner Siebenbürgens, als auch für fremde Bergsteiger wertvoll, anregend auch zu Besuchen, etwa im Retezat-Nationalpark. W.St.           Bestellung

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Info:
Der Bergtourismus in Siebenbürgen/Rumänien 1945 – 1990 ist Beitrag Nr. 666
Autor:
huettner am 1. Juni 2011 um 11:36
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Gelesen
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