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22. November 2016

Die Renaissance der politischen Gewalt in der BRD

Von Christian Krüger

Angriff auf das Büro der AfD-Chemnitz

Angriff auf das Büro der AfD-Chemnitz

Für die Vertreter der Hauptstrompresse und der etablierten Parteien war der Fall klar. Als Ende September in Dresden zwei Bomben an einer Moschee und vor dem Congress Center explodierten, konnten die Täter nur einen rechtsradikalen Hintergrund haben. Sogleich wurde in der Berichterstattung das Bild vom notorisch rechten bis neonazistischen Sachsen bemüht. Dabei wurde in der medialen Diskussion erfolgreich ausgeblendet, daß auf der linksradikalen Netzseite Indymedia ein Bekennerschreiben erschienen war. Darin bekannten sich Linksextremisten zu den Anschlägen, die sich gegen die Einheitsfeierlichkeiten und den antisemitischen und frauenfeindlichen Islam richten sollten. Linke Journalisten wollten darin jedoch nur ein von rechtsextremen Täterkreisen lanciertes Ablenkungsmanöver sehen.

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11. November 2015

Wer soll Deutschland regieren?

Von Felix Menzel

Zum Tag der Deutschen Einheit wandte sich Bundespräsident Joachim Gauck an das Volk und erklärte ihm, der Ansturm von Asylbewerbern sei eine große Herausforderung, die Generationen von Menschen beschäftigen werde. Es sei nämlich nun die Aufgabe der Deutschen, dafür zu sorgen, daß „zusammenwachsen“ könne, „was bisher nicht zusammengehörte“. Kanzlerin Angela Merkel unterstrich dies, indem sie ihr „Wir schaffen das“ in einer neuen Variante betonte, obwohl ihr niemand mehr glaubt, nachdem im September schätzungsweise fast 300.000 Asylbewerber die deutsche Grenze unter chaotischsten Zuständen überquerten.

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Tricks der Medienmanipulatoren

Anleitung für propagandistische Medienmacher

Von Hermann Lei

 Vor über einem Vierteljahrhundert erschien in der „Schweizerzeit“ eine Schrift des legendären Fritz Schäuffele mit dem Titel „Manual für Medien-Manipulatoren“. Mit spitzer Feder skizzierte Schäuffele die Mechanismen der Manipulation der schon damals hauptsächlich linken Medienschaffenden.

Mein Beitrag will Schäuffeles Werk weder verbessern, noch gar übertreffen, im Gegenteil, er ist viel weniger umfassend. Aber vielleicht dennoch interessant: Sämtliche Begriffe stammen aus Zeitungen oder Fernsehbeiträgen aus jüngster Zeit in der Schweiz.

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12. März 2015

650 Jahre Universität Wien

Von Karl Katary

Uni Wien, Großer Festsaal, Rudolf der Stifter-Statue

Uni Wien, Großer Festsaal,
Rudolf der Stifter-Statue

Ab dem 12. Jahrhundert begannen im Abendland zentrale Bildungsstätten, die bis dahin im Bildungsbereich führenden Kloster- und Kathedralschulen abzulösen. Sie erhielten den Namen Universität, weil sie in der Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden eine Zusammenschau des gesamten Wissens der Zeit anstrebten. Die Entwicklung begann in West- und Südeuropa. Berühmte Namen sind: Oxford, die Sorbonne genannte Universität in Paris, Bologna und Salerno.

Im 14. Jahrhundert bestand in Mitteleuropa ein starker Nachholbedarf in Sachen Bildung. Die staatlichen Strukturen verfestigten sich, der Bedarf akademisch gebildeter Menschen stieg an. Der führende Staatsmann im Heiligen Römischen Reich war Kaiser Karl IV. aus dem Geschlecht der Luxemburger. Sein Machtzentrum war Prag, und dort gründete er 1348 die Karlsuniversität, die bis zu der 1945 durch Mord und Vertreibung herbeigeführten Vertagung die älteste Universität des deutschen Kulturraumes war. Heute fällt diese Rolle der Universität Wien zu, die am 12.3.2015 einen runden Geburtstag feiern konnte.

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8. Oktober 2014

Ist das österreichische Bundesheer am Ende?

Von Mag. Rudolf Raubik, Oberst a.D.,
Präsident der Offiziersgesellschaft Wien

Handwerk092015 wird in Österreich das Wehrbudget unter 0,6 % des BIP sinken. In ungewohnter Offenheit hat daher Verteidigungsminister Klug aufgezeigt, daß das Bundesheer mit dem neuerlich gekürzten Budget in seiner jetzigen Form nicht mehr finanzbar ist. Er hat daher den Generalstab mit „tabulosem Sparen“ und einer schonungslosen Strukturreform beauftragt. Dieses „Heer der Zukunft“ soll sich auf Katastrophenhilfe im Inland (§ 2 (1) lit. c Wehrgesetz) und Auslandseinsätze (§ 2 (1) lit. d Wehrgesetz) beschränken, um mit den verfügbaren Mitteln nur noch die einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben.

Damit kann das Österreichische Bundesheer jedoch seine gesetzliche Verpflichtung zur

  • militärischen Landesverteidigung (§2 (1) lit. a Wehrgesetz) und zum
  • Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen … sowie die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren (§2 (1) lit. b Wehrgesetz)

nicht mehr in gewohnter Weise erfüllen. Diese reduzierte Einsatzbereitschaft hat keine Legitimität und ist daher inakzeptabel. Die österreichische Bevölkerung muß über diese Entwicklung schonungslos informiert werden, da sie berechtigt auf „Schutz und Hilfe“ vertrauen können muß.

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18. September 2014

Signal aus Edinburgh?

Nicht nur Unabhängigkeitsbewegungen in EUropa blicken der Volksabstimmung in Schottland gespannt entgegen

 Von Rainer Liesinger

SCOTLAND-6340529Gut vier Millionen wahlberechtigte Schotten befinden am 18. September über die Unabhängigkeit ihres Landes. Dem Ausgang dieses Referendums, das nach langem Hin und Her am 15. Oktober 2012 zwischen dem schottischen Regierungschef Alex Salmond und Premierminister David Cameron vertraglich vereinbart wurde, blicken nicht nur London und Brüssel – die Hauptstädte stehen quasi synonym für Großbritannien und die Europäische Union (EU) – mit Sorge entgegen. Auch Madrid und Rom sind die Vorgänge jenseits des Ärmelkanals alles andere als geheuer, gewärtigen doch Spanien und Italien gleichlautendes sezessionistisches Verlangen.

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3. Juni 2013

Historische Grundlagen zur Vertreibung der Sudetendeutschen


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18. Juni 2012

Architektur als urbaner Erfahrungsraum

Wie die Politik den Städtebau und damit unser Leben bestimmt

Der Spittelberg, ein positives Beispiel für Altstadtsanierung

Wenn man heute über die Architektur eine r Stadt spricht, so meint man im allgemeinen nicht nur eine bestimmte Ansammlung kulturhistorisch relevanter Gebäude oder ganzer Anlagen, sondern befindet sich in einer weit tiefergreifenden, komplexen Thematik wieder: dem Städtebau.

Die Stadt in ihrer Gesamtheit zu erfassen, ist nahezu unmöglich, da sie sich aus verschiedenen milieu-differenzierten Inseln wie ein Mosaik zusammensetzt. Doch wie kommt es zu dieser Verinselung? In der Siedlungssoziologie versucht man bereits seit Jahrzehnten, der Frage auf den Grund zu gehen, wie sich die Stadt und ihre Herausstellungsmerkmale produzierten. Sind es die Bewohner, die ihr Quartier zu dem machen, was es ist, oder ist es der Ort, der spezifische gesellschaftliche Schichten hervorbringt? Wer formt wen? Am Beispiel Wiens ist zu beobachten, daß auch gestandene Wiener Grätzel einem Prozeß der Wandlung unterliegen können, was sich sowohl am äußeren Erscheinungsbild, als auch am generellen Habitus ablesen läßt. Was sich dabei mit Sicherheit sagen läßt, ist, daß man sowohl robuste baulich-räumliche Strukturen, wie die Gebäude und das umgebende Straßennetz, als auch verschiedene zirkulierende soziale Milieus dafür verantwortlich machen kann. Welchen Einfluß haben nun städtebaupolitische Entscheidungen auf das Stadtbild?

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