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Römische Anmaßungen

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Römische Anmaßungen

Österreichs Staatsbürgerschaft für Südtiroler wäre eine souveräne Entscheidung Wiens

Von Reynke de Vos

Rom hält die Absicht Wiens, Südtirolern, die dies wünschen, die österreichische Staatsbürgerschaft zu gewähren, für eine „unangebrachte und grundsätzlich feindliche Initiative“. Dies ging unlängst aus einer Verlautbarung des Ministers für Parlamentsbeziehungen, Riccardo Fraccaro, als Reaktion auf Agentur- und Presseberichte hervor, wonach der die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler ermöglichende österreichische Gesetzesentwurf „bis auf wenige textliche Präzisierungen“ bereits ausgearbeitet sei und schon zur nächsten Sitzung der die gesetzlichen Grundlagen erarbeitenden Strategie-Gruppe (Rechtswissenschaftler, Anwälte, Juristen der beteiligten österreichischen Ministerien) vorgelegt werden könne. Außenminister Enzo Moavero Milanesi, der mit den Worten „Der Doppelpass für Südtiroler ist mehr als ein feindseliger, ein kurioser Akt, über dessen Sinnhaftigkeit wir uns befragen“ zitiert wurde, wies den italienischen Botschafter in Wien an, von der österreichischen Regierung eine Stellungnahme zu verlangen und ersuchte die österreichische Botschaft in Rom um „Erklärung“. Botschafter René Pollitzer pflegte daraufhin einen „freundschaftlichen Meinungsaustausch zum Thema Doppelpass für Südtiroler“ mit Milanesi. Dabei dürfte er ihn mit der Wiederholung der von seiner Außenministerin Karin Kneissl vorgegebenen Formel – welche auch die offizielle Position der türkis-blauen Wiener Regierung ist – beruhigt haben, die sinngemäß und stereotyp wie folgt lautet: Das „im EUropäischen Geiste“ angelegte Vorhaben solle „im permanenten Dialog mit Rom und in enger Abstimmung mit Bozen“ verwirklicht werden.


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Alle gegen Orbáns Ungarn

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Doch Zersplitterung, ideologischer Hader und persönliche Eitelkeiten machen die Hoffnung der Opposition auf Wahlsieg und dessen Ablösung zunichte

Von Reynke de Vos

Am 8. April wählen die Ungarn ein neues Parlament. Die regierenden Jungdemokraten (Fidesz) des Ministerpräsidenten Viktor Orbán sowie deren Bündnispartner, die Christlich Demokratische Volkspartei (KDNP), erfreuen sich nach einer unerwarteten Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in Hódmezövásárhely nach Auskunft aller demoskopischen Befunde jetzt wieder starken Zuspruchs. In der Kleinstadt wähnte sich die Opposition nach dem Sieg des von Sozialisten (MSzP) sowie der von ihnen abgespaltenen DK („Demokratischen Koalition“ des als „Lügen-Premier“ nicht allzu beliebten vormaligen Regierungschefs Ferenc Gyurcsány), der links-grünen LMP („Politik kann anders sein“) und der ehedem rechtsextremen, seit 2015 sich betont „bürgerlich“ gebärdenden „Bewegung für ein besseres Ungarn“ (Jobbik) unterstützten Bürgermeisterkandidaten im Aufwind. Die Nachwahl hatte gezeigt, wie die Regierungsparteien im gesamten Staate Ungarn durchaus geschlagen werden könnten: wenn sich nämlich die Kräfte der Opposition in den Direktwahlkreisen auf einen einzigen Kandidaten verständigten, der für Wähler, die Fidesz bzw. KDNP überdrüssig sind, eine akzeptable Alternative wäre.


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Irrlichternde römische Polit-Cäsaren

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Wien, Bozen, die italienische Parlamentswahl und die Doppelstaatsbürgerschaftsfrage

Von Reynke de Vos

Der Ausgang der italienischen Parlamentswahl zeitigte nicht nur ein politisches Erdbeben in einem bisweilen von verheerenden geologischen Erschütterungen heimgesuchten Land. Die Ergebnisse des Urnengangs legten sowohl eine parteifarbliche, als auch eine geopolitische Dreiteilung des Landes offen. Im vergleichsweise prosperierenden Norden bis hin zur Salurner Klause dominieren Matteo Salvinis Lega mitsamt Silvio Berlusconis Forza Italia nebst Anhängseln wie den neofaschistischen „Brüdern Italiens“ (Fratelli d’Italia). Der dezimierte Partito Democratico (PD) des wie eine Sternschnuppe verglühten (Kurzzeit-)Ministerpräsidenten und Parteichefs Matteo Renzi und seines adeligen Nachfolgers Paolo Gentiloni konnte sich hingegen lediglich in Italiens Mitte, vornehmlich in der Emilia Romagna sowie in der Toskana, halten.


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Der gesamtdeutsche Boxweltmeister – Henry Maskes Titelgewinn im März 1993

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Von Christian Krüger

Anfang der 1990er Jahre erlebte der Boxsport in Deutschland einen Aufschwung. Verantwortlich dafür war Henry Maske, der am 20. März 1993 Weltmeister des Boxverbandes IBF im Halbschwergewicht wurde. Damit sollte eine Phase als Titelträger für den Mann aus Treuenbrietzen in Brandenburg beginnen, die erst in seinem geplant letzten Profikampf im November 1996 enden sollte.

Maske begann mit sieben Jahren mit dem Boxen. In der damaligen DDR durchlief er verschiedene Vereine. Bis zur Wiedervereinigung hatte der Rechtsausleger es als Amateurboxer bereits auf eine beeindruckende Kampfbilanz gebracht. So konnte er in 181 Duellen 163 Siege für sich verbuchen. Zudem gewann er 1986 bei der Amateur-WM in Reno (USA) die Silbermedaille. Zwei Jahre später wurde Maske Olympiasieger im Mittelgewicht. 1989 folgte schließlich noch der Weltmeistertitel im Halbschwergewicht.


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Plakataktion in Wien – Südtirol dankt Österreich

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Wir möchten wieder den Pass unseres Vaterlandes

„Süd-Tirol dankt Österreich“ steht in großen Lettern auf den Plakaten des Südtiroler Heimatbundes, die seit dem 18. Jänner in der Wiener Fußgängerzone zu sehen sind. Auch nach beinahe 100 Jahren sind die Südtiroler in Österreich nicht vergessen. Dafür sagt der Südtiroler Heimatbund Danke Österreich.

Mit dieser Plakataktion wolle man, stellvertretend für ganz Österreich, in der Landeshauptstadt Wien den Dank all jener sichtbar machen, die sobald möglich, um die österreichische Staatsbürgerschaft ansuchen möchten. Österreich hat sich als „verlässliches Vaterland aller Südtiroler erwiesen“, so der Obmannstellv. des SHB, Meinrad Berger.

Österreich folgt dabei dem „weitherzigen Beispiel Italiens“, das europäisch orientiert bereits 1992 seinen vielen Millionen italienischer Emigranten die Staatsbürgerschaft ermöglicht hat. Auch viele andere Staaten gewährten ihren Landsleuten außerhalb ihres Hoheitsgebietes die Staatsbürgerschaft.

Diesem Beispiel wird nun auch Österreich folgen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft wirft keine Gräben auf, jedem bleibt die individuelle Freiheit, ob er darum ansuchen will.

In der Wiener Innenstadt, sowie in der Leopoldstraße, Landstraße, Wieden, Neubau und Alsergrund, überall dort sind die Plakate mit der rot-weiß-roten Fahne und dem Dank an Österreich zu sehen.

 

 

Der lange Weg zur Streitbeilegung in Südtirol

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Von Werner Neubauer

„Die konstituierende Nationalversammlung erhebt gegen die gewaltsame Besetzung der Länder Deutschböhmen und Sudetenland, des Kreises Deutschsüdmähren und des Böhmerwaldes, der Einschlußgebiete von Brünn, Iglau und Olmütz, ferner der südlichen Grenzgebiete der Steiermark und Kärntens feierlichen Einspruch; sie erklärt diese Länder und Gebiete sowie jenen Teil von Deutsch-Südtirol, der vom Königreich Italien auf Grund des Waffenstillstandes besetzt ist, kraft des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen und eigener freier Beitrittserklärung als unverzichtbare Bestandteile der Republik Deutschösterreich.“

Karl Renner (1870–1950)

Staatskanzler (SDAPDÖ, der Vorläufer der SPÖ) am 5. März 1919 in der konstituierenden Nationalversammlung


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Chlodwig, der Eroberer (1)

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Von Jörg Rüdiger Mayer

Taufe Chlodwig I.; Teilansicht eines Elfenbein-Buchdeckels, Reims 9. Jhd.

Als der 16jährige Chlodwig im Jahre 482 seinem Vater Childerich als König nachfolgte, war die römische Herrschaft in Westeuropa bereits aufgelöst. Ihre Reste bestanden noch in Dalmatien, wo der weströmische Kaiser Julius Nepos regierte, in Nordgallien, wo General Syagrius die übrigen Reichstruppen kommandierte, sowie in Südspanien und Teilen Britanniens. Die Masse des Reichsgebiets beherrschten Germanen: Afrika die Wandalen, die Hauptteile Spaniens und Galliens die Westgoten, im Rhônetal hatten die Burgunder ihr mächtiges Reich, am Oberrhein die Alemannen, in Italien regierten die Söldnertruppen Odoakers. In Deutschland selbst teilten sich zahlreiche Stämme das Land: Nördlich der Donau saßen die Heruler, Rugier, Sueben und Langobarden, in Zentraldeutschland die Chatten und Thüringer, an der Nordsee die Warnen und Sachsen. Chlodwigs Salfranken saßen nach wie vor in Belgien.


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Der Absolutismus begann 1789

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Von Felix Menzel

Wie beeinflußt das Geschichtsbild unsere politischen Vorstellungen? Wir haben da zum Beispiel gelernt, daß im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert in Frankreich ein „Sonnenkönig“ herrschte, der meinte, er höchstpersönlich sei der Staat.

Danach kamen dann die Aufklärung mit ihrem Anspruch, die selbst verschuldete Unmündigkeit des Individuums zu beenden und die Französische Revolution mit ihren Idealen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Der moderne Liberalismus und die Demokratie waren geboren, der Despotismus beendet, und wenn da nicht die bösen Kriege und Nazis gewesen wären, hätten wir in den letzten 200 Jahren einen stetigen Fortschritt erlebt.


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Linker Irrsinn: Nachgeben heißt aufgeben in Raten

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Von Georg Immanuel Nagel

Feindbild Familie

Die linke „Gesellschaftspolitik“ zielt in ihrem Kern immer auf die Auflösung einer funktionierenden, also „bürgerlichen“ Gesellschaft ab, deren Strukturen und Werthaltungen auf der Realität beruhen. Ein Element dieser Zersetzungsarbeit ist seit langem das demonstrative Bemuttern von angeblich „diskriminierten“ Minderheiten, welche instrumentalisiert werden, um das Normale zu diskreditieren. Einen großen Erfolg hat diese Taktik jüngst durch die Durchsetzung der sogenannten „Homo-Ehe“ eingefahren. Doch dabei wird es nicht bleiben, denn Zugeständnisse an den Zeitgeist führen niemals zu einer Befriedigung der kulturmarxistischen Gesellschaftsingenieure, sondern ziehen nur noch mehr absurde Forderungen nach sich. Ist die Büchse der Pandora erst einmal geöffnet, so gibt es kein Halten mehr. Dem linken Irrsinn auch nur im Geringsten nachzugeben, heißt letztlich absolut alles aufzugeben, nur eben in Raten.

Über den taktischen Umweg der „Eingetragenen Partnerschaft“ hat nun auch die „Homo-Ehe“ in deutschen Landen Eingang gefunden. Damit wurde ein uraltes Ziel der Marxisten und der nachfolgenden 68er erreicht: Die Vernichtung der „Familie als Keimzelle des Faschismus“ ist wieder ein ganzes Stück vorwärtsgekommen. Der Begriff der Ehe wurde seiner Bedeutung beraubt und die damit verbundene Institution abgewertet und banalisiert.


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Nichts geht mehr ohne Einhorn

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Von Verena Rosenkranz

Einhörner wohin man auch sieht

Es ist auf Schokoladenverpackungen, auf Bierdosen, auf dem Toilettenpapier und sogar als virtuelles Profil in sozialen Netzwerken zu finden. Längst tummelt sich das Einhorn nicht mehr nur in Kinderfantasien und Walt Disney-Filmen als zauberhaftes Fabelwesen. Plakativ ruft es zum Kauf von verschiedenen Produkten auf oder mahnt sogar gegen „Hatespeech“ im Internet. Allerdings ist die Zielgruppe keineswegs eine Meute von Kinderzimmerprinzessinnen, sondern es sind erwachsene Bürger jeglichen Geschlechts. Die Hersteller versuchen zumindest, diese Gruppe zu erreichen, und sie erreichen dabei vor allem metrosexuelle Menschen auf ihrem Weg zur Bewältigung schwerer Kindheiten oder ins Erwachsenwerden.

Nicht bloß vorurteilsbehaftete Theorie, wie auch die Juniorprofessorin für Literatur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit an der Universität Kiel, Julia Weitbrecht, der Schleswig-Holsteiner Zeitung bestätigte. „Auch in der Queer-Szene sind sie ein wichtiges Symbol. Einhörner stehen jenseits der Grenzen, und sie bieten die Möglichkeit, sich außerhalb zu erfinden“, versucht sie die Faszination in einem Interview zu beschreiben.


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