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„Wenn Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht!“

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Prof. Dr. Reinhard Olt bei seiner Rede in St. Pauls

Rede von Prof. Dr. Reinhard Olt zur Kerschbaumer-Gedenkfeier in St. Pauls am 8. Dezember.

Dies, hohe Gedenkversammlung, ist ein kraftvoller Satz, ein Satz von enormer Wucht.

Er enthält die strikte Aufforderung, zur Tat zu schreiten.

Jene Männer, derer wir heute in würdiger Form gedenken, haben sich zweifellos davon leiten lassen.

In ihrer Überzeugung, für die Heimat aufs Äußerste zu gehen und selbst den Tod in Kauf zu nehmen, konnten sie sich guten Gewissens auf diesen Satz berufen.

Zumal da er nicht von jenen historischen Persönlichkeiten stammte, denen er zugeschrieben worden ist. Ich nenne beispielsweise Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, ich nenne Bertolt Brecht und.

Alles falsch.

Nirgendwo in deren Schriften ist besagter Satz philologisch nachweisbar.

„Wenn Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht“ stammt vielmehr von Papst Leo XIII. Er findet sich in dessen Enzyklika „Sapientiae Christianae“ („Christliche Weisheiten“) vom 10. Januar 1890 und ist die Kurzform der darin enthaltenen längeren päpstlichen Aussage darüber, dass Gesetze eines Staates im Widerspruch zu göttlichem Recht stehen können.


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Hansestädte, Historie und Kaiserbäder – Eine Reise an die deutsche Ostsee

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Von Charles Bohatsch

  

  1. Juli von Prag nach Berlin

Die Tschechei ist zwar unser östlicher Nachbar, aber die Hauptstadt Prag liegt westlicher als Wien. Unser Bus nimmt daher auf der Fahrt zur Ostsee diese nordwestliche Route über Prag. Dort steht die Mittagspause an. Über die mit Engelsfiguren geschmückte Moldau-Brücke erreichen wir den Altstädter Ring, bewundern den Veitsdom mit seinen beiden ungleichen Türmen, die Adam und Eva genannt werden. Dann mischen wir uns unter die Menschenmenge vor dem Altstädter Rathaus, die dort gespannt auf das stündliche mechanische Spektakel der astronomischen Uhr aus dem 15. Jhdt. wartet. Jetzt schlägt sie 12mal, Christus und die zwölf Apostel marschieren über unseren Köpfen langsam vorbei. Ganz oben kräht ein Hahn, und der Sensenmann zeigt sich als schauriges Gerippe, läutet das Zügenglöckchen, kippt die Sanduhr.


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„Herzensangelegenheit Südtirol“

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In der Staatsbürgerschaftsfrage wird sich zeigen, was die seit Jahrzehnten in Österreich gängige Politparole wert ist

Von Reynke de Vos

Die unlängst an der „Unrechtsgrenze“ zwischen Österreich und Italien abgehaltene Brenner-Kundgebung, die das seit bald hundert Jahren unerfüllt gebliebene Selbstbestimmungsverlangen der Tiroler aus Aktualitätsbezug mit der Unterstützung des Unabhängigkeits- und Eigenstaatlichkeitsbegehrs der Katalanen verband, stand just im Zeichen der seit einigen Jahren von Südtirolern geforderten und bislang mit allerlei Ausflüchten vom offiziellen Wien abgelehnten Forderung nach Erteilung der österreichischen Staatsbürgerschaft. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer, Südtirol-Sprecher seiner Partei, ergriff dort das Wort, unterstrich „die große Bedeutung der doppelten Staatsbürgerschaft für die Südtiroler“ und nannte die wünschenswerte Erteilung einen „volkstumspolitischen Meilenstein in der Geschichte des Landes“.


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Konspirative politische Händel zu Ungunsten Südtirols

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Wie ein bisher weitgehend im Dunkel verborgener Emissär das Nachkriegsgeschehen zwischen Wien und Rom hinter den Kulissen zu beeinflussen vermochte

Von Reynke de Vos

Das Gruber-De Gasperi-Abkommen („Pariser Abkommen“) vom 5. September 1946 Foto: R.O.

Die Brenner-Grenze ist wieder da. Unter völkerwanderungsartig anschwellendem Zustrom afrikanisch-orientalischer Migranten über die „Italien-Route“ nach Mitteleuropa nimmt der enge Gebirgseinschnitt wieder seine Rolle als neuralgisches Kontroll-Areal am Übergang zum Bundesland Tirol ein, welches seit dem Schlagbaum-Abbau nach Österreichs EWG-Beitritt (1. Januar 1995) als obsolet galt. Verschwunden war sie ja nicht wirklich, sondern lediglich „nicht mehr spürbar“, wie eine medial widerhallende stereotypisierte Politformel besagte und eher oberflächliche Betrachtung von Fahrzeuginsassen darüber hinwegrollender Automobilkolonnen nahelegte.


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Eritis sicut Deus vel Allah

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Von Jörg Mayer

Jahrhundertelang quälte die Menschen die tiefe Frage, wie sie sich vor Gott rechtfertigen könnten, welcher Werke es dazu bedürfe und wodurch der Gnadenschatz, über den die Kirche in apostolischer Sukzession zu verfügen behauptete, einem zukommen werde. Martin Luther beantwortete in seiner Rechtfertigungslehre die Frage losgelöst von den irdischen Verdiensten: Nur Gott sei es, der am Ende den Menschen rechtfertigen werde. Die „Gerechtigkeit Gottes“ (Römer 1,17) war kein Drohwort, sondern Verheißung der göttlichen Gnade, die der Mensch allein aus dem Glauben erlangen würde.


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Die gespaltene Erste Republik

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Von Jan Ackermeier

Der brennende Justizpalast

Am 15. Juli jährt sich zum 90. Mal die Julirevolte in Wien, besser bekannt als „Justizpalastbrand“. Ihren eigentlichen Ursprung nahmen die Ereignisse aber in Schattendorf, einem Ort im Burgenland, in dem zu damaliger Zeit etwa 2.000 Menschen lebten. Am 30. Jänner 1927 hatte die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschösterreichs in dem kleinen burgenländischen Ort eine Versammlung abgehalten, die von einem Gasthof aus von Mitgliedern der Frontkämpfervereinigung Deutsch-Österreichs beschossen wurde, worauf zwei Tote (davon ein sechsjähriges Kind) und fünf Verletzte zu beklagen waren. Der Rechtsanwalt Walter Riehl verteidigte die Täter im darauf folgenden Schattendorfer Prozeß. Die Hauptfragen im Prozeß bezogen sich auf die Mordabsicht beziehungsweise auf die Absicht, die Opfer schwer zu verletzen. Das Strafausmaß betrug im Falle der Mordabsicht zehn bis 20 Jahre Kerker oder eine lebenslange Freiheitsstrafe. Für die Tatsache, daß sie die beiden Menschen absichtlich schwer verletzt hatten, drohten den Angeklagten immerhin noch fünf Jahre Kerker. Die drei Angeklagten wurden am Abend des 14. Juli 1927 von einem Geschworenengericht freigesprochen, was als Skandal angesehen wurde und zu gewalttätigen Ausschreitungen unter sozialdemokratischen Anhängern in Wien führte.


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Schulvereinstag 2017

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Von Thomas Hüttner

Aus fast allen Betreuungsgebieten der ÖLM kam Vertreter

Traditionell im Mai beging die Österreichische Landsmannschaft ihren Schulvereinstag. Mit dem Festakt im Haus der Heimat wurde die zweitägige Veranstaltung eröffnet. Über 100 Volksgruppenvertreter und Gäste folgten der Einladung der ÖLM.

Als Festredner konnte ein lieber Freund der ÖLM und des ECKARTS, Univ.-Prof. Nelu Bradean-Ebinger von der Corvinus-Universität in Budapest und Vorstandsmitglied der Jakob-Bleyer-Gesellschaft gewonnen werden. Er sprach in seiner Festrede zu dem Thema „Ein Plädoyer für die deutsche Sprache in der EU“, welche stark gekürzt hier zu lesen ist.


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Ein „Justizmord“ aus Aberglauben?

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Von Christian Krüger

Es gehört zu den Klischeevorstellungen über das angeblich „finstere“ Mittelalter, daß hunderttausende Frauen und auch Männer als Hexen oder Hexer verbrannt worden seien. Dabei sind der Hexenwahn und die damit verbundene Hexenverfolgung Phänomene der Neuzeit. Nahezu die gesamte Epoche der Aufklärung hindurch, fast bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, war der Glaube an übersinnliche Kräfte so wirkmächtig, daß die Anklage für die Betroffenen tödliche Folgen haben konnte. Eine der letzten Frauen, die diesem Aberglauben zum Opfer fiel, war die Schweizerin Anna Göldi, die am 13. Juni 1782 in Glarus hingerichtet wurde.


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Steirertreffen und 21. Kulturverbandstag des Alpenländischen Kulturverbands „Südmark“ in Graz

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Von Norbert Prohaka

Abwehrkämpfergrab in Soboth

Am 6. Juni trafen einander mehrere Dutzend Steirer aus dem Banater Bergland, aus der Untersteiermark sowie Freunde der „Südmark“ zu einer Busfahrt in die Soboth, den Bergrücken im Länderdreieck Steiermark-Kärnten-Slowenien und in die gleichnamige Gemeinde mit dem Gasthof „Deutsches Grenzland“. Dort berichtete der Altbürgermeister über die Abwehrkämpfe im Jahre 1919, über wirtschaftliche Probleme und über die Kinderarmut, die Anlaß zur Schließung der hiesigen vom Deutschen Schulverein Südmark 1926 gebauten und anderen Grenzlandschulen waren. Eine Gedenkminute am Grab der gefallenen Abwehrkämpfer schloß sich an; der Weg führte dann zur einzigartigen romanischen Kirche St. Lorenzen in der Ebene (12. Jahrhundert; mit der Gedenkstätte für die vertriebenen Mahrenberger) und ins Museum nach Eibiswald, wo viel über Dr. Hans Kloepfer (1867-1944) zu sehen war und einige seiner Mundartgedichte rezitiert wurden.


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Kurznachrichten der Deutschen Weltallianz

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Kronstadt Vor nunmehr 25 Jahren wurde in Siebenbürgen die Saxonia-Stiftung gegründet. Ihre Aufgabe besteht seither in der Verwaltung von humanitären Hilfsprojekten, die nach der Wendezeit vor allem der deutschen Volksgruppe zugeteilt wurden. 2007 gliederte sich aus der Saxonia die Saxonia-Transilvania-Stiftung als eigenständige Stiftung aus. Sie organisiert Wirtschaftshilfsprogramme für Kleinbetriebe. Bei der 25 Jahre-Feier war auch ein Vertreter der Deutschen Botschaft aus Bukarest gekommen. Er stellte das neueste Projekt der Saxonia vor: die Förderung von Lehrkräften im deutschen Schulwesen in Rumänien aus Mitteln der deutschen Bundesregierung.


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